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WM-Lexikon: S wie Sex

Von A wie Abschied bis Z wie Zakumi - das WM-Lexikon auf n-tv.de bringt Sie gut durchs Turnier. Hier erfahren Sie alles, was Sie zum ersten Fußball-Weltturnier auf afrikanischen Boden wissen müssen. Von Christoph Wolf und Stefan Giannakoulis.

SOCCER CITY: Größtes Stadion Afrikas. 94.700 Fans werden am 11. Juli in Johannesburg erwartet, wenn das Finale ansteht.

SEX. Der frühere Fußball-Star Branco, 1994 mit Brasilien Weltmeister, hat der Selecao um den Superstar Kaka einen Geheimtipp für eine erfolgreiche WM verraten: Sex. "Sex bei der WM sollte nur verboten sein, wenn du ihn mit der Frau eines Kollegen hast. Auch ins Bordell zu gehen, ist nicht okay. Aber sonst? Welchen Schaden kann Sex schon anrichten?", wird der 46 Jahre alte Ex-Profi im englischen Boulevardblatt "The Sun" zitiert.

"Nicht jeder mag Sex, nicht jeder mag Eis." Aha
"Nicht jeder mag Sex, nicht jeder mag Eis." Aha(Foto: dpa)

1994 habe die Liebe der Selecao geholfen, meinte Branco. "Mein Sohn Stefano wurde während der WM gezeugt, als ich einen freien Tag mit meiner Frau in San Francisco verbrachte. Sex ist gut, weil es die Anspannung löst. Wir haben die WM nach 24 Jahren endlich wieder gewonnen, es hat also nicht geschadet", sagte er. Nationaltrainer Dunga, 1994 Brancos Kapitän, hat zwar Besuche der Frauen und Freundinnen der Spieler in Südafrika erlaubt, Sex soll aber nur möglich sein, wenn es die Vorbereitung auf die Spiele nicht stört. "Nicht jeder mag Sex, nicht jeder mag Eis", sagte er.

Bilardo verspricht Analsex

Argentiniens Sportchef Carlos Bilardo hingegen hat für einen Eklat gesorgt und die Obszönitäten von Trainer Diego Maradona aus dem vergangenen Jahr noch übertroffen. Der Weltmeister-Coach von 1986 kündigte für den Fall des dritten Titelgewinns der Gauchos an: "Wer das Tor im Finale macht, kann mich von hinten nehmen. Ich weiß schon, dass das weh tut und die Leute sagen, der ist verrückt. Mir doch egal, Hauptsache wir werden Weltmeister."

Mit seinen irritierenden Aussagen sorgte der 71-Jährige vor allem im Mannschaftskreis für Kopfschütteln. "Wenn ich treffe, soll er mir fernbleiben", sagte Offensivspieler Carlos Tevez vom Premier-League-Klub Manchester City. Stürmer Martin Palermo von den Boca Juniors aus Buenos Aires spottete: "Ich schieße das Tor - und setze ihm eine Perücke auf." Gegen Masturbation Bilardo aber auch nichts: "80 Prozent der Spieler tun das eh, während sie sich duschen."

Bilardo weckte damit Erinnerungen an die verbalen Ausfälle von Argentinien-Coach Diego Maradona nach dem 1:0 im entscheidenden Spiel der WM-Qualifikation gegen Uruguay im vergangenen Oktober. Der damals öffentlich heftig kritisierte Weltmeister von 1986 hatte sich zu obszönen Gesten gegen die Journalisten hinreißen lassen und erklärt: "Ihr könnt mir alle einen blasen."

Wie dem auch sei, Argentiniens Teamarzt gibt Grünes Licht: "Sex ist für alle ein Bestandteil des Lebens. Mit gleichbleibenden Partnern und ohne Champagner ist das möglich", sagte Donato Villami.

Mexikaner dürfen nur zweimal

Die Spieler der mexikanischen Fußball-Nationalmannschaft dürfen während der Weltmeisterschaft in Südafrika nur zweimal mit ihren Frauen zusammen sein. Das habe die Direktion der "Tri" entschieden. Begründung: Es sollten Müdigkeit, extremer Druck und Adrenalinschübe vermieden werden.

Auch Trainer Javier Aguirre sei einverstanden, dass den Spielern nur vor dem Eröffnungsspiel gegen Südafrika am 11. Juni und nach dem erhofften Erreichen der Achtelfinalrunde eine "Liebesbegegnung" mit ihren Frauen gestattet werde.

Quelle: n-tv.de