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Eintracht Braunschweig Spielbericht
Sport
Und wieder Gold: Felix Loch darf erneut jubeln.
Und wieder Gold: Felix Loch darf erneut jubeln.(Foto: AP)

"Es ist einfach nur der Hammer": Goldene Generation triumphiert bei Heim-WM

Deutschlands Rennrodler dominieren auch die Heim-WM nach Belieben. Felix Loch und Co. sichern sich alle wichtigen Goldmedaillen. Die internationale Konkurrenz hat kaum eine Chance - auch wenn der Vorsprung der Deutschen langsam kleiner wird.

Deutschlands "goldene Generation" hat bei den Rodel-Weltmeisterschaften am Königssee ein beeindruckendes Heimspiel abgeliefert und dabei einen WM-Rekord aufgestellt. Olympiasieger Felix Loch holte auf seiner Hausbahn die fünfte Goldmedaille des Wochenendes für die Gastgeber, in der abschließenden Teamstaffel folgte Titel Nummer sechs für Deutschland - der neue Bestwert bei einer Rodel-WM.

Der Triumphator: Felix Loch.
Der Triumphator: Felix Loch.(Foto: AP)

"Es ist einfach nur der Hammer, ich bin nur froh", sagte Loch nach seinem insgesamt fünften WM-Titel im Einsitzer: "Das hier ist zu Hause, ganz zu Hause. Ich wohne ein paar Minuten von hier weg." Mit beiden Fäusten hatte der 26-Jährige nach dem Zieleinlauf auf die Bahn eingetrommelt, die er so gut kennt wie kaum ein anderer: "Ich hätte nicht gedacht, dass es so geil ist vor dem eigenen Publikum." Am Samstag war auch der Rest der bayerischen "Trainingsgruppe Sonnenschein" auf der Hausbahn souverän zu Gold gerodelt. Natalie Geisenberger gewann ihren dritten WM-Titel in Serie, das Gleiche gelang den Doppelsitzern Tobias Wendl/Tobias Arlt.

Heimvorteil? Na, klar!

Der WM-Rekord wurde möglich durch die erstmalige Austragung des nicht-olympischen Sprintwettbewerbes. Am Freitag hatten dabei ebenfalls Wendl/Arlt und Loch triumphiert, nur im Sprint der Frauen musste sich Geisenberger völlig überraschend Martina Kocher geschlagen geben.

"Natürlich hatten wir einen Heimvorteil, und den haben wir genutzt", sagte Bundestrainer Norbert Loch: "Aber die Mannschaft musste trotzdem ganz gezielt auf diesen Höhepunkt hinarbeiten." Der Heimtriumph am Wochenende war dann offensichtlich ein besonders emotionaler Moment in der an Höhepunkten nicht armen Karriere der Trainingsgruppe aus Bayern.

Die Dominanz des "Bayern-Express"

Loch, Geisenberger und der "Bayern-Express" dominieren die nationale und internationale Konkurrenz seit Jahren, Deutschlands Rodellegende Georg Hackl hilft beim Schlittenbau und spielt ebenfalls eine große Rolle. Der 49-Jährige bezeichnete die Olympiasieger zuletzt als "goldene Generation". Derart dominant "war überhaupt noch nie eine Gruppe", sagte Hackl dem Münchner Merkur: "Sowas wird es so schnell nicht mehr geben." Hinter Loch feierte Ralf Palik einen ganz starken zweiten Platz, hatte allerdings bereits vier Zehntel Rückstand. Dritter wurde Wolfgang Kindl aus Österreich.

Mit nun fünf Titeln im Einzelwettbewerb fehlt Loch nur noch ein WM-Sieg, um den Rekord des Südtirolers Armin Zöggeler einzustellen. Bundestrainer Loch gönnte seinem Sohn vor allem den WM-Sieg vor heimischer Kulisse: "Das ist etwas Besonderes, Felix ist hier aufgewachsen. Wenn man einmal die Chance hat, so ein Rennen zu Hause zu fahren, dann ist das einfach nur geil."

Wie groß der Druck war, das habe man am Samstag beim Frauenrennen gesehen. Geisenberger siegte letztlich zwar mit zwei Zehnteln Vorsprung, doch nach einem fehlerhaften ersten Lauf hatte der Erfolg gewackelt. Zudem blieben weitere Medaillen im Einsitzer der Frauen überraschend aus. Kocher holte Silber, Dritte wurde die Russin Tatjana Iwanowa. Beide stützten damit die These, dass die Spitze im Rodelsport immer näher zusammenrückt.

Quelle: n-tv.de

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