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Pascal Hens, damals noch Mannschaftskapitän der Handball-Bundesligamannschaft des HSV, bei einer Pressekonferenz vor Weihnachten.
Pascal Hens, damals noch Mannschaftskapitän der Handball-Bundesligamannschaft des HSV, bei einer Pressekonferenz vor Weihnachten.(Foto: dpa)

Abschied nach mehr als 13 Jahren: HSV gibt Handball-Bundesliga auf

Schmerzhafter Einschnitt: Der HSV Hamburg zieht sich mit sofortiger Wirkung aus dem Spielbetrieb in der Handball-Bundesliga zurück. Sämtliche Spiele der Hamburger aus der laufenden Saison sind null und nichtig.

Der insolvente HSV Hamburg hat den Spielbetrieb in der Handball-Bundesliga eingestellt und sich aus der Liga abgemeldet. Wie der Verein mitteilte, werden damit sämtliche Spiele der Hamburger in dieser Saison annulliert.

"Die Anreise zu den Auswärtsspielen, die Kosten für die Heimspiele, die Organisation der Spiele, die Betreuer und nicht zuletzt die Spieler selbst sind nicht mehr zu finanzieren", sagte Insolvenzverwalter Gideon Böhm. "Ohnehin haben fast alle Spieler mittlerweile die Spielbetriebsgesellschaft verlassen und sind bereits bei anderen Vereinen unter Vertrag."

Dem Verein war am vergangenen Mittwoch die Spielberechtigung wegen Täuschung bei der Lizenzierung entzogen worden. Nach den Statuten der Handball-Bundesliga (HBL) darf bei Lizenzentzug die Saison regulär beendet werden. Nach den Abgängen von derzeit zehn Profis steht dem HSV aber keine Mannschaft mehr zur Verfügung. Insolvenzverwalter Böhm hatte es den HSV-Profis freigestellt, zu anderen Vereinen zu wechseln. Eine drastische Reduzierung des Gehaltsetats würde dem HSV eine winzige Chance auf Fortsetzung der Saison lassen, hieß es. Diese letzte Chance konnte der HSV offenbar nicht nutzen.

Die Handball-Abteilung des HSV hatte Mitte Dezember Insolvenzantrag gestellt. Der Schuldenberg des Champions-League-Siegers von 2013 beläuft sich früheren Berichten zufolge auf etwa fünf Millionen Euro. Ein Retter war bis zuletzt nicht in Sicht. Für den HSV Hamburg gab es damit auch nach Eröffnung des Insolvenzverfahrens kaum noch Hoffnung auf Bundesliga-Handball. Nach dreizehneinhalb Jahren in der obersten deutschen Handball-Liga endet das Kapitel Handball für den Verein.

Quelle: n-tv.de

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