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Absturz in die Bedeutungslosigkeit.
Absturz in die Bedeutungslosigkeit.(Foto: dpa)

Sinkendes Handball-Schiff: HSV weiß nicht, ob er antritt

Nach dem Entzug der Spiellizenz herrscht beim insolventen Handball-Bundesligist HSV Hamburg das große Chaos. Die Norddeutschen haben Mühe, für die restlichen Spiele in der Bundesliga überhaupt eine Mannschaft zusammen zu bekommen.

Nach dem Entzug der Spiellizenz entscheidet der insolvente Handball-Bundesligist HSV Hamburg in den nächsten Tagen über den Spielbetrieb in der Bundesliga bis zum Saisonende. Anfang nächster Woche will Insolvenzverwalter Gideon Böhm mitteilen, ob der HSV die verbleibenden 14 Spiele in der Rückrunde mit einer neu formierten Mannschaft fortsetzt oder den Spielbetrieb einstellt.

Nach Angaben seines Büros sollen in den nächsten Tagen Gespräche mit Spielern und Mitarbeitern geführt werden. Die Profis und Mitarbeiter in der Geschäftsstelle sind seit Freitag vergangener Woche freigestellt. Einige Profis wechselten bereits zu neuen Vereinen, andere wären für ein neues Team verfügbar. Laut Statuten des Liga-Verbandes HBL darf ein Verein, dem die Lizenz in der laufenden Saison aberkannt worden ist, das Spieljahr regulär beenden.

Juristisches Nachspiel

Derweil erwägt der Ligaverband der Handball-Bundesliga (HBL) offenbar eine Klage gegen die Hamburger. "Wir werden in jedem Fall eine rechtliche Prüfung vornehmen lassen, um zu gucken, ob ich meiner Pflicht als Geschäftsführer nachkommen muss und unsere Rechte und ausstehenden Forderungen an den HSV nicht auch auf diesem Weg eintreiben muss", sagte HBL-Chef Frank Bohmann.

Am Mittwoch hatte die HBL dem Champions-League-Sieger von 2013 und deutschen Meister von 2011 "aufgrund gravierender Verstöße gegen zwingend einzuhaltende Verpflichtungen" die Lizenz entzogen, die Hanseaten stehen damit als erster Absteiger fest.

Bohmann schätzt den "immateriellen Schaden", den die Marke Handball-Bundesliga erlitten hat, als "nicht unerheblich" ein und hält zudem Klagen von geschädigten Klubs, Unternehmen und Personen für möglich. "Ich gehe davon aus, dass sich viele Beteiligte darüber klar werden, wie sie ihre rechtlichen Positionen vertreten werden", sagte Bohmann: "Das kann dazu führen, dass es zu Klagen vor Zivil- und Strafgerichten kommt."

Quelle: n-tv.de

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