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"Es ist alles einfach sehr, sehr eng": Bundestrainer Dagur Sigurdsson.
"Es ist alles einfach sehr, sehr eng": Bundestrainer Dagur Sigurdsson.(Foto: imago/Camera 4)

EHF spricht Dissinger frei: Handballer hoffen auf einen Rausch

Mit Rotsünder Christian Dissinger und vielen guten Vorsätzen gehen die deutschen Handballer in ihr letztes Gruppenspiel bei der Europameisterschaft in Polen. Gegen Slowenien lautet das Motto: Siegen oder fliegen. Wobei: Ein Remis würde auch reichen.

Die deutschen Handballer stehen bei der Euopameisterschaft in Polen am Scheideweg. Geht es weiter in die Hauptrunde oder nach Hause? Im abschließenden Vorrundenspiel der Gruppe C heute ab 17.15 Uhr in Breslau reicht dem WM-Siebten gegen Slowenien schon ein Punkt, um im Turnier zu bleiben und zu den besten zwölf Nationen Europas zu gehören. "Es ist alles einfach sehr, sehr eng. Es kommt auf die Einstellung, die Tagesform an und ob man so einen Lauf, einen Rausch bekommt", sagte Bundestrainer Dagur Sigurdsson.

Handball-EM
Gruppe C
Montag, 18. Januar
Slowenien -Spanien24:24 
Deutschland -Schweden27:26 
Mittwoch, 20. Januar
Deutschland -Slowenien17.15 Uhr 
Spanien -Schweden20.00 Uhr 
TABELLE
1. Spanien256:533
2. Schweden249:482
3. Deutschland256:582
4. Slowenien245:471

Modus: Platz 1 bis 3 in der Hauptrunde

Auch Torhüter Andreas Wolff sagt: "Die Nervosität ist immer noch da, weil es immer noch sein kann, dass wir nach der Vorrunde nach Hausen fahren müssen. Das gilt es um jeden Preis zu vermeiden." Gegen Slowenien kann die Auswahl des DHB auch auf Christian Dissinger bauen. Die Rote Karte aus dem Spiel gegen Schweden, das Deutschland mit 27:26 gewann, hat für den Kieler keine Folgen. Der Rückraumspieler wurde von der Disziplinarkommission des europäischen Handball-Verbandes EHF freigesprochen. Dissinger war am Montag in der 56. Minute wegen eines Fouls an dem Schweden Johan Jakobsson von der SG Flensburg-Handewitt disqualifiziert worden. "Eine Sperre wäre völlig absurd, weil es nichts Relevantes ist für ein Sperre", hatte Delegationsleiter Bob Hanning nach der Partie erklärt.

Slowenien ist für die deutsche Mannschaft schon ein alter Bekannter. Vor einem Jahr duellierten sich beide Teams bei der WM in Katar um Rang sieben und einen Platz in einem Olympia-Qualifikationsturnier. Mit 30:27 hatte die Auswahl des Deutschen Handballbundes das bessere Ende für sich. Ebenso war es im vorigen November beim Supercup, als Sigurdssons Team mit 31:28 gewann. "Wir kennen die ganz gut und haben genügend Material", sagte der Isländer, "es wird ein hartes Stück Arbeit." Die Statistik spricht für die DHB-Auswahl. Bei einer EM hat es in sieben Spielen noch keine Niederlage gegeben. Einziges Remis war ein 34:34 vor sechs Jahren in Österreich. "Auf jeden Fall wollen wir gewinnen", sagte Rückraumspieler Steffen Fäth.

Ein Punkt würde reichen

Den deutschen Handballern reicht heute ab 17.15 Uhr ein Remis gegen Slowenien zum Einzug in die Hauptrunde der EM. Selbst bei einer Niederlage könnten sie es schaffen, wenn Schweden gegen Spanien verliert. Dann hätten Deutschland und Schweden jeweils 2:4 Zähler. Bei Punktgleichheit entscheidet der direkte Vergleich. Das DHB-Team gewinnt die Gruppe, wenn es Slowenien schlägt und Spanien gegen Schweden verliert. (sgi)

Quelle: n-tv.de

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