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Ein Sieg oder ein Unentschieden musste her - die DHB-Auswahl erfüllte die Vorgabe.
Ein Sieg oder ein Unentschieden musste her - die DHB-Auswahl erfüllte die Vorgabe.(Foto: dpa)

Nächstes Ziel: EM-Halbfinale: Handballer räumen Slowenien beiseite

Die deutschen Handballer haben die Feuerprobe bei der EM in Polen überstanden. Nach einem erneuten Fehlstart dreht das Team von Bundestrainer Sigurdsson das Spiel gegen Slowenien und zieht souverän in die Hauptrunde ein.

Hauptrunde erreicht, Halbfinale im Visier: Für die deutschen Handballer ist nach dem überzeugenden 25:21 (12:10)-Erfolg gegen Slowenien zum Abschluss der Vorrunde bei der EM in Polen nun alles möglich.

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Die mit 14 EM-Debütanten angetretene Mannschaft von Bundestrainer Dagur Sigurdsson startet nach der Auftaktniederlage gegen Spanien (29:32) und dem Sieg gegen Schweden (27:26) mit der ordentlichen Ausgangsposition von 2:2 Punkten in die zweite Turnierphase. Die jeweils ersten beiden Teams aus zwei Sechsergruppen werden in das Halbfinale einziehen. Für Deutschlands Gruppe haben sich bislang der zweimalige Europameister Dänemark, Russland und Ungarn qualifiziert. 

"Wir sind sehr, sehr glücklich. Wir sind sehr gut mit dem Druck umgegangen. Wir waren sehr konzentriert und fokussiert", sagte Sigurdsson im ZDF. Bester Werfer der Auswahl des Deutschen Handballbundes (DHB) gegen den WM-Achten Slowenien war Rechtsaußen Tobias Reichmann mit fünf Toren, der Grundstein für den Erfolg wurde aber mit einer bärenstarken Abwehrleistung gelegt.

Nach zehn Minuten steht es 2:5

"Es geht jetzt um alles. Wir müssen geduldig spielen", hatte Sigurdsson vor dem entscheidenden Gruppenspiel in der Jahrhunderthalle in Breslau erklärt und eine wichtige Personalentscheidung getroffen. Nach seinem Galaauftritt beim Zittersieg gegen Schweden löste Andreas Wolff Routinier Carsten Lichtlein als Nummer eins im Tor des Europameisters von 2004 ab.

Trotz eines starken Wolffs und einer aggressiven Deckung legte die DHB-Auswahl wie schon gegen Schweden jedoch einen Fehlstart hin. Im Angriff wurden beste Chancen ausgelassen, Rune Dahmke, Reichmann und Christian Dissinger scheiterten reihenweise am slowenischen Schlussmann Gorazd Skof. Die Folge war ein 2:5-Rückstand vor 6000 Zuschauern nach zehn Minuten.

Zudem leistete sich das deutsche Team in der ersten Halbzeit schon fünf Strafzeiten. Dissinger, der gegen Schweden kurz vor dem Ende die Rote Karte gesehen hatte, stand bereits in der achten Minute nach zwei Strafzeiten vor dem erneuten Ausschluss. Das deutsche Team kämpfte sich in der Neuauflage des EM-Finals von 2004 aber zurück ins Spiel. Im Angriffsspiel lief zwar nicht immer alles wunschgemäß, doch die Anspiele an den Kreis fanden nun öfters Jannik Kohlbacher. Dank eines erneut starken Wolffs und einer beweglichen Abwehr kam der WM-Siebte zu einfachen Toren über Tempogegenstöße und lag beim 8:6 (19.) erstmals mit zwei Treffern vorne.

Rote Karte in der Schlussphase

Mit dem Zwei-Tore-Vorsprung ging es auch in die Halbzeitpause. "In der Abwehr stehen wir sehr gut, wir müssen aber konzentrierter im Angriff spielen", analysierte Lichtlein im ZDF. Bei beiden Mannschaften war das Angriffsspiel aber auch in den zweiten 30 Minuten von Fehlern und einigen Ungenauigkeiten geprägt. Dahmke, der bei der EM den verletzten Kapitän Uwe Gensheimer auf Linksaußen ersetzt, sorgte mit zwei Treffern aber für die erste Vier-Tore-Führung (14:10/34.).

Slowenien reagierte und brachte nun Dean Bombac auf der Spielmacherposition. Die deutsche Abwehr stand in Verbindung mit Wolff im Tor aber weiterhin bärenstark und ließ die Slowenen nicht näher herankommen.

Im Angriff übernahm Kapitän Steffen Weinhold (vier Tore) nun immer mehr Verantwortung und führte die deutsche Rasselbande neben dem vom Siebenmeterpunkt nervenstarken Reichmann in die Hauptrunde. Da störte auch die Rote Karte für Hendrik Pekeler in der Schlussphase (55.) nach seiner dritten Zeitstrafe nicht mehr.

Quelle: n-tv.de

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