Sport
"Für mich ist das gegessen": Steffen Weinhold.
"Für mich ist das gegessen": Steffen Weinhold.(Foto: imago/Annegret Hilse)

"Abhaken, ist noch nichts vorbei": Handballer stehen vor EM-Schlüsselspiel

Zweiter Auftritt für die deutschen Handballer bei der EM in Polen: Nach dem starken Spiel gegen Spanien soll gegen Schweden der erste Sieg folgen. Kapitän Steffen Weinhold kann trotz einer Gehirnerschütterung spielen. Der DHB beweist Fairplay.

Den deutschen Handballern ist vor ihrem zweiten Auftritt bei der EM in Polen nicht bange. Im Schlüsselspiel gegen Schweden will der WM-Siebte heute ab 20.30 Uhr in Breslau mit einem Sieg die Grundlage für das Erreichen der Hauptrunde legen. "Wir haben Spanien als den stärksten Gegner gesehen in dieser Gruppe. Dabei bleibe ich, auch dass Slowenien, Spanien und Deutschland auf Augenhöhe sind", sagte Bundestrainer Dagur Sigurdsson. "Natürlich wollen wir gewinnen."

Handball-EM
Gruppe C
Montag, 18. Januar
Slowenien -Spanien24:24 
Deutschland -Schweden27:26 
Mittwoch, 20. Januar
Deutschland -Slowenien17.15 Uhr 
Spanien -Schweden20.00 Uhr 
TABELLE
1. Spanien256:533
2. Schweden249:482
3. Deutschland256:582
4. Slowenien245:471

Modus: Platz 1 bis 3 in der Hauptrunde

"Abhaken, gegen Schweden besser machen, es ist noch nichts vorbei", forderte Torhüter Carsten Lichtlein nach der ärgerlichen 29:32-Niederlage gegen Spanien, "Kopf hoch. Und wenn wir die Fehler abstellen, gewinnen wir das Ding." Die Gedanken von Rückraumspieler Steffen Fäth sind nicht auf Schweden, sondern auf den abschließenden Kontrahenten Slowenien gerichtet. "Ich gehe mit einem guten Gefühl da rein, weil ich an unsere Mannschaft glaube. Ich denke, dass wir die zwei Spiele gewinnen werden", erklärte der Wetzlarer. Der Bundestrainer kann in der Partie gegen die Skandinavier auch mit Steffen Weinhold planen. Trotz einer Gehirnerschütterung nach einem harten Kopftreffer im Spiel gegen Spanien bekam der Kapitän vom Teamarzt die Spielerlaubnis. Der Spanier Maqueda hatte Weinhold aus Nahdistanz bei einem direkten Freiwurf den Ball an den Kopf geworfen und dafür Rot gesehen.

Die Disziplinarkommission der Europäischen Handball-Föderation entscheidet noch über eine Sperre. Der DHB bewies Fairplay: Er hat sich in einem Schreiben gegen die Bestrafung Maquedas ausgesprochen. Der Spanier hatte sich bei Weinhold entschuldigt. "Er kam hinterher nochmal zu mir. Für mich ist das gegessen." Gegen die Schweden nun, die ihr erstes EM-Spiel der Gruppe C mit 23:21 gegen Slowenien gewonnen haben, ist ein Sieg Pflicht. Dabei ist es nach Meinung von Sigurdsson weder ein Vorteil noch ein Nachteil für sein Team, dass acht der Skandinavier in der Bundesliga spielen. Für Furore in den Reihen des Rekord-Europameisters hatten vor allem die jungen und weitgehend unbekannten Rückraumspieler Lukas Nilsson, Jesper Konradsson, Philip Stenmalm und Viktor Östlund gesorgt. "Da sitzen die Schweden im gleichen Boot wie wir. Das sind nicht alles Spieler mit 200 oder 300 Länderspielen. Das heißt aber nicht, dass die keine Qualität haben. Das sind richtig gute Spieler. Aber man hat auch gesehen, dass wie bei uns Schwankungen im Spiel sind", befand der Bundestrainer.

Quelle: n-tv.de

Empfehlungen