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Deutschlands Dominik Klein wirft den Ball.
Deutschlands Dominik Klein wirft den Ball.(Foto: dpa)

WM-Generalprobe klappt: Handballer werfen sich warm

Die deutschen Handballer starten mit viel Rückenwind in ihr spanisches WM-Abenteuer. Wenige Tage vor dem Turnierauftakt gegen Brasilien gewinnt die neu formierte Mannschaft gegen Rumänien.

Mit einem klaren, aber glanzlosen Sieg hat sich die Auswahl des Deutschen Handballbundes (DHB) zur WM in Spanien verabschiedet. Bei der Generalprobe bezwang der EM-Siebte in Stuttgart Rumänien mit 35:25 (19:12). Vor 5400 Zuschauern genügte dem Team von Bundestrainer Martin Heuberger eine durchschnittliche Leistung zum erwarteten Erfolg. Beste deutsche Torschützen waren Adrian Pfahl und Dominik Klein mit jeweils 5 Treffern.

"Es war eine ordentliche Vorstellung. Was mir besonders gut gefallen hat, ist, dass die Mannschaft mit Spaß Handball gespielt hat", sagte Heuberger. "Wenn wir der Mannschaft Zeit geben, wird sie vielleicht irgendwann wieder Erfolge feiern."

Nicht einmal 24 Stunden nach dem abschließenden WM-Test stand für die deutsche Mannschaft die Reise nach Spanien auf dem Programm. Nach einem für den Vormittag angesetzten Training war mit die Anreise nach Barcelona und von dort weiter in den Spielort Granollers vorgesehen.

Auftaktgegner der deutschen Mannschaft bei der WM ist am Samstag Brasilien. Die weiteren Vorrundengegner in der Gruppe A sind Tunesien, Argentinien, Montenegro sowie Titelverteidiger und Olympiasieger Frankreich.

Heinevetter wieder fit

Vor dem Trip nach Katalonien musste sich die DHB-Auswahl jedoch erst noch einmal gegen Rumänien beweisen. Nach dem 26:20 und dem 28:28 jeweils gegen den im Umbruch befindlichen Olympia-Zweiten Schweden wollte das Team um Kapitän Oliver Roggisch auch im dritten Spiel des Jahres ungeschlagen bleiben und mit makelloser Bilanz das Abenteuer WM in Angriff nehmen.

Rechtzeitig zur Generalprobe war auch Torhüter Silvio Heinevetter wieder einsatzbereit. Der Schlussmann der Füchse Berlin hatte am Vortag wegen eines Gerstenkorns im linken Auge mit dem Training ausgesetzt. Gegen den WM-19. von 2011 stand Heinevetter von Beginn an zwischen den Pfosten. Dort glänzte er nicht nur mit seinen Paraden, sondern auch mit millimetergenauen Pässen für Konter, von denen Dominik Klein einen zum 5:2 (10.) abschloss.

Durch Nachlässigkeiten in der Abwehr und bei der Chancenverwertung brauchte der Gastgeber jedoch bis zur 23. Minute, ehe beim 14:8 ein komfortabler Vorsprung herausgeworfen war. Allerdings erwiesen sich die Rumänen über weite Strecken als dankbarer Gegner. Von der erwartet offensiven Abwehr war nichts zu sehen und im Angriff agierte der Gast ohne Durchschlagskraft.

Nach dem 19:12-Pausenstand wechselte der Bundestrainer seine Formation munter durch, so dass wie angekündigt inklusive Torhüter Carsten Lichtlein alle 16 Spieler noch einmal zum Einsatz kamen. Trotzdem enteilte die DHB-Auswahl dank des zweiten Treffers von Abwehrchef Oliver Roggisch auf 25:16 (38.) und ließ den harmlosen Gästen keine Chance. WM-Neuling Steffen Fäth sorgte beim 27:17 (44.) für den ersten Zehn-Tore-Vorsprung und die Vorentscheidung.

Quelle: n-tv.de

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