Sport
Die Kulisse bei der Rallye Dakar ist malerisch. Das Wetter ist es oftmals nicht.
Die Kulisse bei der Rallye Dakar ist malerisch. Das Wetter ist es oftmals nicht.(Foto: imago/Agencia EFE)

Wohl erneut tödlicher Zwischenfall : Hitze stoppt die Rallye Dakar

Das Wetter und die Rallye Dakar 2016, das passt weiterhin nicht zusammen. Wegen zu hoher Temperaturen wird die neunte Etappe vorzeitig abgebrochen. Derweil droht Rekordchampion Stéphane Peterhansel Ungemach - und womöglich das Aus.

Die Wetterkapriolen in Südamerika wirbeln den Zeitplan der 38. Rallye Dakar weiter durcheinander. Die neunte Etappe wurde wegen der großen Hitze in den Dünen von Fiambala im Westen Argentiniens aus Sicherheitsgründen bei Kilometer 179 gestoppt. Dabei hatte der Spanier Carlos Sainz in seinem Peugeot das beste Ende für sich. Der Dakar-Sieger von 2010 übernahm mit seinem insgesamt 29. Dakar-Etappensieg auch die Gesamtführung vor Rekordchampion Stéphane Peterhansel (+7:03 Minuten).

Video

Die Entscheidung über die Verkürzung der Etappe trafen die Veranstalter womöglich auch in Gedanken an den im Vorjahr tödlich verunglückten Motorradfahrer Michal Hernik. Der Pole war an den Folgen von Überhitzung und Dehydrierung gestorben. Die Entscheidung trafen die Veranstalter womöglich auch in Gedanken an den im Vorjahr tödlich verunglückten Motorradfahrer Michal Hernik. Der Pole war an den Folgen von Überhitzung und Dehydrierung gestorben.

Bereits zum Auftakt der Dakar 2016 hatten extreme Wetterverhältnisse in Argentinien für Chaos bei der Rallye Dakar gesorgt, so war nach schweren Regenfällen die erste Etappe abgesagt worden. In der Folge wurden Etappen wetterbedingt zum Teil gekürzt.

Tödlicher Zwischenfall auf Schnellstraße

Im Rahmen der Rallye Dakar ist es derweil laut lokalen Medienberichten zu einem weiteren tödlichen Unfall gekommen. Demnach verstarb am Dienstag eine Person, nachdem es auf einer Schnellstraße in der argentinischen Provinz Cordoba zu einem Zusammenstoß mehrerer Fahrzeuge gekommen war. Involviert war offenbar auch der Mitsubishi des Franzosen Lionel Baud, der am Samstag in Bolivien für den ersten Todesfall der Dakar 2016 gesorgt hatte.

Video

Zwei Lastwagen und vier Privatfahrzeuge sollen ebenfalls in den Unfall verwickelt gewesen sein, fünf Personen seien verletzt worden. Bauds Wagen soll zum Zeitpunkt des Crashs von einem Servicefahrzeug nach Buenos Aires abgeschleppt worden sein, um von dort zurück nach Europa verfrachtet zu werden.

Verbotener Tankstopp?

Rekordchampion Stéphane Peterhansel droht unterdessen Ungemach. Das X-raid-Team behauptet, der französische Peugeot-Fahrer habe auf der achten Etappe von Salta nach Belen einen illegalen Tankstopp eingelegt. Sollte sich dies nach einer Untersuchung bewahrheiten, könnte Peterhansel eine Zeitstrafe erhalten oder sogar ausgeschlossen werden.

"Ich verstehe die Beschwerde nicht. Das Tanken war legal", sagte Bruno Famin, Direktor von Peugeot Sport. Der X-raid-Boss sieht das völlig anders. "Beim Meeting wurde gesagt, dass nicht nachgetankt wird. Der Tankpunkt in der Karte galt nur für Motorräder und Quads, nicht für PKW", sagte Sven Quand laut motorsport.com. Rekordchampion Peterhansel hatte auf dem achten Teilstück die Führung von seinem Landsmann und Teamkollegen Sébastien Loeb übernommen. Der neunmalige Rallye-Weltmeister überschlug sich mehrfach und verlor viel Zeit.

Quelle: n-tv.de

Empfehlungen