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Germaine Mason gewann bei den Olympischen Spielen in Peking die Silbermedaille.
Germaine Mason gewann bei den Olympischen Spielen in Peking die Silbermedaille.(Foto: imago/Chai v.d. Laage)

Bolt Zeuge beim Unglück?: Hochsprungstar Mason stirbt bei Unfall

Mit nur 34 Jahren kommt der britische Hochspringer Germaine Mason bei einem Motorradunfall auf Jamaika ums Leben. Er soll in einem Konvoi mit mehreren Bikern unterwegs gewesen sein, zu dem offenbar auch Sprint-Superstar Usain Bolt gehörte.

Die Leichtathletik-Szene trauert um Germaine Mason. Der Hochsprung-Olympiazweite von 2008 kam nahe Jamaikas Hauptstadt Kingston bei einem Motorrad-Unfall ums Leben. Wie die örtliche Polizei bestätigte, hatte der Brite Mason am frühen Morgen offenbar die Kontrolle über sein Motorrad verloren und bei dem Sturz schwere Kopfverletzungen erlitten. In einem Krankenhaus in Kingston konnte indes nur noch der Tod Masons festgestellt werden. Der gebürtige Jamaikaner wurde nur 34 Jahre alt.

Laut unbestätigten Berichten sei Mason vor seinem Unfall einem Auto ausgewichen, dessen Fahrer die Kontrolle verloren hatte, schreibt der "Guardian". Mason soll zudem in einer Gruppe mit mehreren Bikern unterwegs gewesen sein. Zu der Gruppe sollen unterschiedlichen und übereinstimmenden Medienberichten zufolge auch Sprint-Superstar Usain Bolt und dessen Teamgefährte Michael Frater (WM-Silber über 100 Meter im Jahr 2005) gehört haben. In einer ersten Stellungnahme sagte der leitende Polizei-Beamte Calvin Allen der BBC dagegen lediglich: "Usain Bolt war Teil der Gruppe, die schnell an die Unfallstelle kam, er war sehr, sehr emotional. Er ist es immer noch."

Mason, der ab 2006 für Großbritannien angetreten war, hatte bei den Sommerspielen in Peking mit persönlicher Bestleistung von 2,34 Meter Silber hinter dem Russen Andrei Silnow (2,36) geholt."Die gesamte British Olympic Association ist unglaublich traurig über den Tod von Germaine Mason", sagte Geschäftsführer Bill Sweeney: "Germaine war ein großartiger Athlet und ein Teil unseres Teams. Er hat sich in Peking in die Geschichtsbücher eingetragen. Unsere Gedanken sind in dieser schwierigen Zeit bei seiner Familie und seinen Freunden."

Der jamaikanische Regierungschef Andrew Holness sprach der "gesamten Sportlerschaft" per Twitter sein Beileid aus, jedoch ohne Mason namentlich zu erwähnen. Bei ehemaligen Kollegen löste der Tod des Hochspringers Bestürzung aus. Die ehemalige britische Mehrkämpferin Jessica Ennis-Hill twitterte: "Das ist einfach schrecklich. Solche traurigen Neuigkeiten." Die britische Sprint-Legende Linford Christie sagte: "Mein Herz und meine Gedanken sind an diesem traurigen Tag bei der Familien und den Freunden von Germaine Mason."

Quelle: n-tv.de

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