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John Degenkolb 2015 bei seinem Gewinn des Klassikers Mailand-Sanremo.
John Degenkolb 2015 bei seinem Gewinn des Klassikers Mailand-Sanremo.(Foto: picture alliance / dpa)

"Sehr wahrscheinlich" kein Start: Horrorunfall kostet Degenkolb die Klassiker

Mailand-Sanremo und Paris-Roubaix sind zwei der bedeutendsten Eintagesrennen im Radsport. John Degenkolb gewinnt sie 2015 als erster Profi im selben Jahr. Verteidigen kann der Deutsche seine Titel nach einem schweren Crash im Training nun aber nicht.

Radprofi John Degenkolb wird nach seinem schweren Trainingsunfall wohl auf die Traditionsrennen Mailand-Sanremo und Paris-Roubaix verzichten. "Sehr wahrscheinlich" werde er nicht bei den Klassikern am Start stehen", teilte der 27-Jährige via Facebook mit. Degenkolb war Ende Januar in Spanien schwer verunglückt. Zusammen mit weiteren Profis des deutschen Rennstalls Giant-Alpecin-Team war er von einem auf der falschen Seite fahrenden Auto frontal erfasst worden.

Die Verletzungen würden ihn aus jetziger Sicht zwar nicht  grundsätzlich an einem Start hindern, "aber durch den  Trainingsausfall wäre ich nicht auf dem Niveau konkurrenzfähig, auf  dem ich mich normalerweise bewege. Und wer meinen Ehrgeiz kennt,  weiß, dass ich nur dabei sein möchte, wenn ich wieder eine  Top-Platzierung herausfahren könnte", so der 27-Jährige vom Team  Giant-Alpecin. Er wolle die Zeit lieber nutzen, alle Verletzungen komplett ausheilen zu lassen.

Degenkolb, der im Vorjahr beide Klassiker gewonnen und damit Radsport-Geschichte geschrieben hatte, war bei dem Unfall fast der Zeigefinger abgerissen worden. Außerdem erlitt er einen Unterarmbruch und mehrere Schnittwunden. "Der Heilungsprozess läuft zum Glück sehr gut und erwartungsgemäß. Der Cut am Oberschenkel ist schon größtenteils wieder zu. Und gestern saß ich auch bereits das erste Mal auf der Rolle, um den Kreislauf in Schwung zu bringen. Der lädierte Finger ist die schwerwiegendste Verletzung, die mehrere Wochen ausheilen muss", beschrieb er seinen Gesundheitszustand.

Deutschlands Radsportler des Jahres wird noch immer in einem Hamburger Krankenhaus behandelt. Die Wundbehandlung sei "auf einem sehr hohen Niveau", schrieb der Frankfurter. "Und was Reha und physiotherapeutische Behandlung anbetrifft, fehlt es hier an nichts. Ich bin wirklich sehr zufrieden mit der Betreuung", stellte der Sprint-Spezialist fest.

Quelle: n-tv.de

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