Für eine Handvoll Gesamtsiege

Hüfner rodelt erneut zum Weltcup

25.02.2012 | 12:41 Uhr
Viermal Weltmeisterin, zum fünften Mal hintereinander den Gesamtweltcup - Rodlerin Tatjana Hüfner hat offenbar ein Abonnement auf die Kristallkugel. Sie untermauert damit die deutsche Dominanz auf den Eisbahnen in diesem Jahr. "Es ist gigantisch", freut sich Hüfner.

Rodel-Olympiasiegerin Tatjana Hüfner hat in einem packenden Finale zum fünften Mal in Folge den Gesamtweltcup gewonnen und damit Geschichte geschrieben. Der 28-Jährigen aus Friedrichroda reichte im letzten Saisonrennen im russischen Paramonowo ein zweiter Platz, um ihre teaminterne Rivalin Natalie Geisenberger aus Miesbach (4. Rang) in der Endabrechnung auf Distanz zu halten.

Durch ihren erneuten Gewinn der Kristallkugel zog Hüfner in der ewigen Bestenliste mit Rekordhalterin Silke Kraushaar-Pielach gleich, die zwischen 1999 und 2007 ebenfalls fünfmal die begehrte Kristallkugel gewonnen hatte. "Ich wusste, es geht um alles. Aber ich hatte alle Trümpfe in der Hand", sagte Hüfner, die vor zwei Wochen in Altenberg Weltmeisterin geworden war. "Es ist schon gigantisch, was für eine erfolgreiche Zeit hinter mir liegt. Ich hoffe, dass ich das noch fortsetzen kann", sagte Hüfner. Mit dem Sieg sind die Deutschen die die beste Rodel-Nation weltweit. Vor einer Woche hatte bei den Herren Felix Loch nach seinem WM-Gold ebenfalls den Gesamtweltcup geholt.

Zum ersten EM-Titel ihrer Karriere reichte es für die überragende Rodlerin der vergangenen Jahre jedoch erneut nicht. Hüfner musste sich beim auch als Europameisterschaft ausgefahrenen Weltcup der Lokalmatadorin Tatjana Iwanowa um 0,235 Sekunden geschlagen geben. Rang drei ging an die Winterbergerin Corinna Martini (+0,247) vor Geisenberger (+0,271). Die Miesbacherin Geisenberger belegte damit zum vierten Mal in Folge Platz zwei im Viessmann Gesamtweltcup hinter Hüfner. "Ich hätte Tatjana schlagen können, wenn ich auch im ersten Lauf so gut gefahren wäre wie im zweiten", sagte die Olympiadritte.

Verwendete Quellen: rpe/sid/dpa