Sport

Protest gegen olympisches Ringer-Aus: IOC kriegt nächstes Gold zurück

Der Olympiasieg gilt als Krönung jeder sportlichen Karriere, bisher auch im Ringen. Weil der Traditionssport im Jahr 2020 aus dem Programm der Sommerspiele gestrichen werden soll, protestieren einige Ringer auf ihre Weise: sie geben ihre Medaillen zurück.

Wenn Ringen nicht olympisch bleibt, wollen einige Ringer keine Olympiasieger mehr sein.
Wenn Ringen nicht olympisch bleibt, wollen einige Ringer keine Olympiasieger mehr sein.(Foto: dpa)

Der Russe Sagid Murtasalijew hat als zweiter Ringer innerhalb weniger Tage aus Protest gegen den Ausschluss seiner Sportart aus dem olympischen Programm seine olympische Goldmedaille zurückgegeben. "Ich muss zugeben, dass das eine harte Entscheidung war", sagte Murtasalijew der russischen Nachrichtenagentur R-Sport.

Der 38-Jährige hatte 2000 in Sydney in der Klasse bis 97 Kilogramm im Freistil Gold gewonnen. Die Rückgabe der Medaille stellt einen Versuch dar, Ringen als Teil der Olympischen Spiele zu bewahren. Zudem schrieb Murtasalijew, Mitglied des Parlaments von Dagestan, einen Protestbrief an IOC-Präsident Jacques Rogge. Vor Murtasalijew hatte bereits der bulgarische Freistilringer Walentin Jordanow seine 1996 errungene Goldmedaille zurückgegeben.

Die Exekutive des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) hatte Mitte Februar überraschend beschlossen, Ringen aus dem Programm für die Sommerspiele 2020 zu streichen. Darauf hatte die weltweite Ringer-Gemeinde mit Entsetzen und Entrüstung reagiert. Die endgültige Entscheidung des IOC wird im September fallen.

Quelle: n-tv.de

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