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Kam, sah und siegte, traf aber noch nicht: James Rodriguez beim FC Bayern.
Kam, sah und siegte, traf aber noch nicht: James Rodriguez beim FC Bayern.(Foto: imago/Team 2)
Samstag, 15. Juli 2017

Lockerer Sieg beim Testturnier: James debütiert, FC Bayern dominiert

Die Frühform stimmt bei Fußball-Rekordmeister FC Bayern. Bei einem Testturnier in Mönchengladbach spazieren die Münchner mühelos zum Titel. Erstmals mit dabei: Neuzugang James Rodriguez, der nur wegen Carlo Ancelotti verpflichtet wurde. Das stellt Uli Hoeneß klar.

Der deutsche Fußball-Rekordmeister FC Bayern hat beim Debüt von Top-Neuzugang James Rodríguez den Telekom Cup souverän gewonnen. Die Mannschaft von Trainer Carlo Ancelotti besiegte im Finale in Mönchengladbach Ligarivale Werder Bremen mit 2:0 und stellte damit bei der neunten Auflage des gut besetzten Turniers ihre gute Frühform unter Beweis.

Thomas Müller durfte die Bayern als Kapitän anführen.
Thomas Müller durfte die Bayern als Kapitän anführen.(Foto: imago/MIS)

Im Halbfinale hatten sich die Münchner noch ohne den WM-Torschützenkönig von 2014 mit 1:0 gegen 1899 Hoffenheim durchgesetzt, Bremen behielt nach 45 Minuten ohne Tore mit 5:3 im Elfmeterschießen gegen Borussia Mönchengladbach die Oberhand. Der Gastgeber belegte nach einem 5:6 im Elfmeterschießen gegen Champions-League-Qualifikant Hoffenheim (0:0 nach 45 Minuten) am Ende den letzten Platz.

Während Ancelotti im Finale einigen Stars wie Franck Ribéry, Robert Lewandowski und Thiago vor der Asienreise am Sonntag eine Pause gönnte, durfte James Rodríguez unter dem Beifall der vielen Bayern-Anhänger endlich ran. Die Leihgabe von Champions-League-Sieger Real Madrid kam über die rechte Seite und war sofort ins ansehnliche Kombinationsspiel des deutschen Meisters gut eingebunden.

Müller trifft als Kapitän

Mit einem Kopfball sorgte der Kolumbianer für Torgefahr (3.), auch die Standards durfte er schießen. "Wir verlassen uns voll auf Carlo Ancelotti. Er kennt ihn viel besser als wir. Es ist sein Wunschspieler und den hat er jetzt gekriegt", sagte Bayern-Präsident Uli Hoeneß über das jüngste Mitglied des Münchner Starensembles.

Für die Führung gegen Werder sorgte vor 41.283 Zuschauern aber ein alter Bekannter. Thomas Müller traf von der Strafraumgrenze (13.). Über seine Rolle in der Mannschaft war nach der Verpflichtung von James Rodríguez viel spekuliert worden. Beim Telekom Cup führte der Weltmeister die Bayern als Kapitän an und bereitete das 2:0 gegen Bremen durch Juan Bernat per Hacke vor (34.). Zwei Minuten später scheiterte Müller allerdings mit einem Foulelfmeter an Torhüter Michael Zetterer.

"Ganz vernünftig eingekauft"

Im Halbfinale gegen Hoffenheim ließen die Münchner nach der frühen Führung durch einen sehenswerten Seitfallzieher von Torjäger Lewandowski (7.) zahlreiche Chancen ungenutzt. Thiago hatte zudem mit einem Kopfball an den Pfosten Pech (26.). 41,5-Millionen-Mann Corentin Tolisso zeigte eine unauffällige Leistung. Hoeneß war dennoch zufrieden. "Wir haben ganz vernünftig eingekauft. Es ist aber schwierig, unsere Mannschaft wirklich zu verbessern", sagte der Präsident - angesichts der Abgänge der unumstrittenen Stammspieler Philipp Lahm und Xabi Alonso eine eher überraschende Aussage.

Im ersten Halbfinale entwickelte sich angesichts der frühen Phase der Vorbereitung eine ansehnliche Begegnung mit guten Chancen. Der Ex-Gladbacher Max Kruse verfehlte die Führung der Gäste nur knapp (24.), auf der anderen Seite parierte Bremens neuer Torhüter Jiri Pavlenka gegen Mickael Cuisance (25.) und Jonas Hofmann (35.) stark. Im Elfmeterschießen scheiterte der erst 17-jährige Cuisance als einziger Schütze.

Quelle: n-tv.de

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