Sport
Kaymer schafft einen neuen persönlichen Rekord - ganz zufrieden ist er trotzdem nicht.
Kaymer schafft einen neuen persönlichen Rekord - ganz zufrieden ist er trotzdem nicht.(Foto: dpa)
Samstag, 08. April 2017

Persönlicher US-Masters-Rekord: Kaymer kämpft sich aus dem Desaster

Nach einem schlechten Auftakt gelingt Golfer Martin Kaymer mit einer glänzenden Runde bei den US-Masters der Anschluss an die Spitze. Mit einer 68-Runde stellt er zudem einen persönlichen Rekord in Augusta auf.

Mit seinem persönlichen US-Masters-Rekord ist Martin Kaymer in Augusta wie Phönix aus der Asche gestiegen und hat wieder die Spitze im Visier. Der 32-Jährige spielte beim ersten Major des Jahres im US-Bundesstaat Georgia erstmals eine 68er-Runde und kletterte nach seinem schwachen Auftakt auf einen starken 16. Platz.

"Ich habe sehr gut gespielt, viele gute Schläge gemacht und mir viele Chancen erarbeitet", sagte Kaymer. Doch selbst nach dieser Glanzleistung übte der zweimalige Major-Sieger noch Selbstkritik: "Es hätten sogar noch ein, zwei Putts mehr reingehen können, gerade auf den zweiten Neun", ergänzte Kaymer, der die Runde bloß als "solide" bezeichnete. Dabei hatte er vier Birdies gespielt, keinen Schlagverlust erlitten und war auf seiner insgesamt 28. Turnierrunde an der Magnolia Lane erstmals unter 70 Schlägen geblieben.

Bilderserie

Nachdem Kaymer am Donnerstag als 75. mit 78 Schlägen noch um den Cut bangen musste, hat er vor der dritten Runde mit 146 Schlägen sogar die Führenden im Blick. Nur noch sechs statt zuvor 13 Schläge beträgt sein Rückstand auf Platz eins. Besonders das kurze Spiel auf den Grüns gelang Kaymer am Freitag richtig gut. Die Putts zum Par auf der 5 und zum Birdie auf der 10 feierte er mit einer entschlossenen Faust. Am berüchtigten Amen Corner, den Bahnen 11 bis 13, hatte er bei seiner 78er-Runde am Donnerstag noch drei Schläge verloren, nun machte Kaymer dort sogar einen Schlag gut.

"Es ging einfach nichts rein"

Altmeister Bernhard Langer hingegen erlebte bei seinem mit zehn Millionen Dollar dotierten Lieblingsturnier keinen guten Tag. Der zweimalige Champion verpasste bei seiner 34. Teilnahme seit 1982 zum zehnten Mal den Cut. Der 59-Jährige, der mit einer 75 ordentlich gestartet war, fiel am Freitag als Frühstarter mit einer 78 auf neun über Par zurück und hatte damit keine Chance mehr auf die Qualifikation für die beiden Schlussrunden.

"Es ging einfach nichts rein. Ich habe zwei Dreiputts gemacht, weil ich zu weit weg lag, aber auch sonst wollte auf den Grüns nicht viel gelingen", sagte der Sieger der Jahre 1985 und 1993, der im Augusta National Golf Club lebenslanges Spielrecht genießt.

"Bin noch immer gut im Turnier"

Beste Chancen auf das begehrte Grüne Jackett hat ein Spitzenquartett: Die beiden US-Amerikaner Charley Hoffman und Rickie Fowler teilen sich mit Sergio Garcia (Spanien) und Thomas Pieters (Belgien) die Führung - alle haben jeweils 140 Schläge auf der Scorekarte. Fowler spielte mit 67 Schlägen die beste Runde des Tages.

Dahinter lauern ebenfalls in aussichtsreichen Positionen der aufstrebende Rookie Jon Rahm (Spanien/143 Schläge), Olympiasieger Justin Rose (England/143) sowie die Topstars Jordan Spieth (USA/144) und Rory McIlroy (Nordirland/145). "Ich bin noch immer gut im Turnier", sagte McIlroy, dem einzig der Masters-Titel zum Karriere-Grand-Slam fehlt.

Der englische Titelverteidiger Danny Willett scheiterte mit insgesamt 151 Schlägen wie die früheren Masterssieger Zach Johnson (151) und Bubba Watson (beide USA/152) am Cut. Willett ist der erste amtierende Champion seit dem Kanadier Mike Weir 2004, der die Schlussrunden am Wochenende verpasst.

Quelle: n-tv.de

Empfehlungen