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Angelique Kerber bereitet sich "ganz normal" auf ihr Finale gegen Serena Williams vor.
Angelique Kerber bereitet sich "ganz normal" auf ihr Finale gegen Serena Williams vor.(Foto: picture alliance / dpa)

Außenseiterin vor Grand-Slam-Finale: Kerber setzt gegen Williams auf Entspannung

Wenige Stunden vor ihrem vorläufigen Karriere-Höhepunkt gibt sich Angelique Kerber gelassen. Der Druck liegt bei Rekord-Gegnerin Serena Williams, meint die 28-Jährige. Erstmals seit 1999 könnte eine Deutsche einen Grand-Slam-Titel gewinnen.

Vor dem ersten Grand-Slam-Finale ihrer Karriere will Deutschlands Tennis-Star Angelique Kerber keine verrückten Dinge machen. Vielmehr setzt die Kielerin mit Blick auf das Endspiel der Australian Open auf einen normalen Ablauf. "Ich werde versuchen, etwas länger zu schlafen. Dann werde ich im Hotel ein bisschen ins Gym gehen und anschwitzen", sagte Kerber, für die es das erste Spiel in der sogenannten Night Session in der Rod Laver Arena ist. Deshalb wird sie etwas später als sonst auf die Anlage fahren, sich dann kurz einschlagen "und dann ganz normal meinen Rhythmus machen".

Dass sie gegen die Weltranglisten-Erste aus den USA ganz klare Außenseiterin ist, will sie zu ihren Gunsten nutzen. "Der Druck liegt bei ihr", sagte Kerber. 2012 in Cincinnati konnte die deutsche Nummer eins die übermächtige Williams bereits einmal überraschen. Kerber weiß daher, worauf es ankommt. "Man darf auf gar keinen Fall kurze Bälle gegen sie spielen, weil sie mich dann vom Platz schießt", sagte Kerber. "Ich werde versuchen, Länge in meinen Bällen zu haben und gut aufzuschlagen. Und ihren zweiten Aufschlag muss ich angreifen." Für Serena Williams geht es in dem Finale um ihren 22. Grand-Slam-Titel.

Egal wie das Finale in der Metropole am Yarra River ausgeht, viel Zeit zum Feiern wird Kerber nicht haben. Bereits am Sonntag geht der Flieger über Bangkok zurück nach Deutschland, schon am kommenden Wochenende steht in Leipzig das Erstrunden-Duell im Fed Cup gegen die Schweiz an. Gedanken daran, ihren Start im Team-Wettbewerb wegen der Strapazen abzusagen, hatte Kerber keine. "Ich hoffe, ich bin noch im Team", scherzte sie.

Quelle: n-tv.de

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