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In der Kölner Lanxess Arena sind für den 1. April sowohl ein Handball-Länderspiel, als auch eine Eishockey-Playoff-Partie angesetzt.
In der Kölner Lanxess Arena sind für den 1. April sowohl ein Handball-Länderspiel, als auch eine Eishockey-Playoff-Partie angesetzt.(Foto: dpa)

Posse um Hallen-Doppelbelegung: Kölner Haie kommen DHB-Team in die Quere

Auf den letzten Drücker erreichen die Kölner Haie das Halbfinale der Eishockeymeisterschaft - und bringen die Betreiber der Heim-Arena in Bedrängnis. Dort steht nämlich schon ein Spiel der Handball-Europameister an. Nun wird fieberhaft nach einer Lösung gesucht.

In der peinlichen Posse um die Doppelbelegung der Kölner Lanxess Arena könnte ein Umzug der deutschen Handballer nach Düsseldorf die Lösung sein. "Wir sind eingebunden. Die Sache wird gerade geprüft", sagte Manfred Kirschenstein, Hallenleiter im Düsseldorfer ISS Dome. Handball-Europameister Deutschland hat für Freitagabend ein Länderspiel gegen Dänemark in der Lanxess Arena vereinbart. Die Verträge wurden am 16. März unterschrieben. Gleichzeitig ist aber auch die zweite DEL-Halbfinalpartie zwischen den Eishockey-Profis der Kölner Haie und dem EHC München in der Lanxess Arena angesetzt.

Die Kölner Haie rund um Patrick Hager (vorn) waren erst am Ostermontag ins Halbfinale um die deutsche Eishockeymeisterschaft eingezogen.
Die Kölner Haie rund um Patrick Hager (vorn) waren erst am Ostermontag ins Halbfinale um die deutsche Eishockeymeisterschaft eingezogen.(Foto: imago/Contrast)

Arena-Chef Stefan Löcher räumte ein, dass die Arena die Doppelbelegung zu verantworten habe. "Das ist der Fall", sagte Löcher. Derzeit sitzen die Betreiber der Lanxess Arena, Vertreter der Kölner Haie und des Deutschen Handball Bundes (DHB) zusammen, um eine gemeinsame Lösung zu finden.

Die Haie waren erst am Ostermontag nach dem entscheidenden vierten Sieg bei den Eisbären Berlin ins Halbfinale der deutschen Meisterschaft eingezogen. Von der Deutschen Eishockey Liga (DEL) hieß es, dass der Rahmenterminkalender allen Vereinen schon 20 Monate vor Saisonbeginn vorliegt.

"Es wird Unannehmlichkeiten geben"

Laut DHB-Generalsekretär Mark Schober ist der DHB vor zwölf Tagen mit der Möglichkeit einer Doppelbelegung und der Frage konfrontiert worden, ob man das Länderspiel verlegen könne. Das habe der DHB verneint. Daraufhin habe die Arena zugesichert, dass das Spiel in jedem Fall stattfindet. "Wir haben einen Vertrag mit der Arena, dieser ist eindeutig", betonte Schober.

Der DHB hat für das Spiel gegen Dänemark bereits 13.000 Karten abgesetzt. "Es wird für die Fans, entweder vom Eishockey oder Handball, Unannehmlichkeiten geben. Das wird sich nicht vermeiden lassen", sagte DHB-Generalsekretär Schober.

Jetzt müssten sich die Vereine einigen, sollte etwas an dem Termin geändert werden müssen, hieß es von der DEL. Allerdings sind die Möglichkeiten wegen des engen Terminkalenders sehr begrenzt. DHB-Vizepräsident Bob Hanning hatte zuvor zwei Alternativen ins Gespräch gebracht. "Ich denke, wir müssen entweder nach Düsseldorf umziehen oder das Spiel auf den Samstag verlegen", sagte Hanning dem SID. Im ISS Dome wird nach dem Viertelfinal-Aus der Düsseldorfer EG seit Samstag das Eis abgetaut.

Quelle: n-tv.de

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