Sport

"In der 3. Liga fange ich nicht an": Matthäus' Glaube unerschüttert

Seine Lebensgeschichte hat er unlängst in Buchform veröffentlicht, aber wenn es nach Lothar Matthäus geht ist beruflich noch lange nicht Schluß. Schließlich bleibt da noch die bisher unerfüllte Sehnsucht nach einem Trainerjob in der Bundesliga.

Farblich passt seine Prognose für die WM 2014 schon mal. Lothar Matthäus.
Farblich passt seine Prognose für die WM 2014 schon mal. Lothar Matthäus.(Foto: picture alliance / dpa)

Lothar Matthäus hat die Hoffnung auf ein Trainer-Angebot aus dem deutschen Profifußball noch nicht aufgegeben. "Ich bin ein Kind der Bundesliga. Für mich wäre es also eine große Herausforderung, meine Trainer-Qualität, die ich im Ausland gezeigt habe, in Deutschland unter Beweis stellen zu können", sagte Matthäus in einem Interview der Nachrichtenagentur dpa. Zugleich betonte er aber: "Mein Lebensglück und meine Zufriedenheit hängen nicht davon ab, ob ich mal in Deutschland als Trainer gearbeitet habe."

In den vergangenen zehn Jahren habe es einige interessante Anfragen aus der Bundesliga und 2. Liga gegeben. "Mal hat es zeitlich nicht gepasst, weil ich woanders unter Vertrag stand, mal hat die Perspektive nicht gepasst. Vielleicht klappt es ja über kurz oder lang", sagte Matthäus.

Seit seiner Entlassung als Nationalcoach Bulgariens Ende 2011 ist der Rekord-Nationalspieler ohne Trainerjob. Dennoch will er nicht jedes x-beliebige Angebot annehmen. Ein Engagement bei einem unterklassigen Verein schließt Matthäus kategorisch aus. "Ich habe als Trainer Champions League gespielt und drei Meisterschaften gewonnen. Ich werde nicht in der 3. oder 4. Liga anfangen", stellte er klar.

Kein Verständnis äußerte Matthäus für die Trainer-Wechselspiele bei den Clubs. "Wenn ein Trainer einen Verein verlässt, dann sollte man ihn in der gleichen Saison nicht mehr in der Bundesliga trainieren lassen. Ich weiß nicht, warum der DFB das zulässt. Das sollte man versuchen, zu unterbinden", erklärte Matthäus.

Rekord-Nationalspieler Lothar Matthäus glaubt nicht einen Triumph der deutschen Fußball-Nationalmannschaft bei der WM 2014 in Brasilien. "Deutschland hat ein ganz großes Problem. Das heißt Spanien. Spanien hat eine Jahrhundertmannschaft wie Brasilien Ende der 50er, Anfang der 60er Jahre mit Pele. Von daher wird es nichts mit dem ganz großen Wurf. Ich bin überzeugt, dass es auch 2014 nicht klappt", sagte Matthäus der Nachrichtenagentur dpa.

Beim Turnier in zwei Jahren käme noch eine andere Tatsache erschwerend hinzu. "Bei einem Turnier in Südamerika hat noch nie eine europäische Mannschaft den Titel gewonnen", stellte der 51-Jährige fest. Generell sieht der Weltmeister von 1990 den deutschen Fußball aber auf einem guten Weg. "Wir stehen sensationell da, mit hoher Anerkennung im Ausland. Der deutsche Fußball lebt von der Nachwuchsarbeit, die seit 10, 15 Jahren hervorragend funktioniert", lobte Matthäus.

Bilderserie

Quelle: n-tv.de

Video-Empfehlungen
Empfehlungen