Dienstag, 05. August 2008
"Möchte keine Gefühle verletzen": Nowitzki drängt sich nicht auf
Basketball-Weltstar Dirk Nowitzki will sich nicht als Fahnenträger der deutschen Olympia-Mannschaft bei der Eröffnungsfeier am Freitag in Peking aufdrängen. "Ich möchte keine Gefühle verletzen. Es gab ja schon Stimmen, wonach lieber ein gestandener Olympionike die Fahne tragen soll. Ich muss das auch nicht machen", sagte der NBA-Profi.
Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) will am Mittwoch entscheiden, wer das Team bei der Eröffnungsfeier als Fahnenträger anführt. Weitere Kandidaten sind Ralf Schumann (Schießen), Andreas Dittmer (Kanu), Kathrin Boron (Rudern) und Christian Schwarzer (Handball).
"Es wäre toll, wenn es klappt"
"Ich habe keine Ahnung, wer es machen wird", sagte Nowitzki, beteuerte aber erneut: "Es wäre toll, wenn es klappt, und eine Riesenehre." Für ihn werde auf jeden Fall ein Traum wahr, ins Stadion einzulaufen. Da müsse er nicht unbedingt die Fahne in der Hand halten.
Nach der schweren Olympia-Qualifikation in Athen sieht Nowitzki die Basketballer schon wieder in guter Verfassung. "So langsam kommen alle wieder in Tritt. Wenn wir unter die besten Acht wollen, müssen wir zum Auftakt am Sonntag gegen Angola mit Selbstvertrauen auflaufen. Ein Sieg wäre Gold wert", sagte Nowitzki, der beim Training in der Shingshan-Sporthalle hochmotiviert war und nach der Übungseinheit noch eine 20-minütige Sonderschicht absolvierte.
In der Vorrunde trifft das Team des Deutschen Basketball Bundes (DBB) in der schweren Gruppe B auf Angola, die USA, Weltmeister Spanien, den EM-Dritten Griechenland und Gastgeber China. Den letzten Test wird die DBB-Auswahl am Donnerstag gegen den Iran absolvieren. Ein Austragungsort steht bislang noch nicht fest.
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