Sport
Mittwoch, 14. März 2007

Rogge hat Sympathie: Olympia für Länder ohne Staaten

Die autonome spanische Region Katalonien will "Olympische Spiele für Länder ohne Staaten" veranstalten. Daran sollen Länder und Regionen teilnehmen, die eine gewisse Eigenständigkeit empfinden, aber keine unabhängige Staaten bilden. Der katalanische Vizeregierungschef Josep Llus Carod Rovira trug diese Idee dem Präsidenten des Internationalen Olympischen Komitees (IOC), Jacques Rogge, bei einem Treffen in Lausanne vor.

Die erste Ausgabe von "Olympia für Länder ohne Staaten" soll nach spanischen Presseberichten vom Mittwoch im Jahr 2010 in Barcelona stattfinden. An den Spielen könnten neben Katalonien unter anderem das Baskenland, Schottland, Qubec, Palästina oder Puerto Rico teilnehmen. Der katalanische Politiker berichtete, Rogge habe die Idee "mit Sympathie" aufgenommen.

Das IOC solle sich an dem Vorhaben nicht selbst beteiligen. Katalonien wolle aber erreichen, dass das IOC sich den Plänen nicht widersetze. Carod Rovira wurde bei seinem IOC-Besuch von dem - aus Katalonien stammenden - Ehrenpräsidenten der Organisation, Juan Antonio Samaranch, begleitet.

Die Region hatte bislang angestrebt, ein eigenes Olympisches Komitee zu bilden. Sie war damit jedoch gescheitert, weil das IOC nur unabhängige Staaten als Mitglieder aufnimmt. Vor vier Jahren hatte ein katalanischer Spitzenpolitiker, der Liberale Artur Mas, vorgeschlagen, die katalanischen Sportler sollten bei Olympia unter der Flagge Andorras antreten. Das kleine Fürstentum in den Pyrenäen, das das Katalanische als Amtssprache hat, lehnte den Vorschlag aber ab.

Quelle: n-tv.de

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