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Da freut er sich: Philipp Öttl, rechts.
Da freut er sich: Philipp Öttl, rechts.(Foto: imago/GEPA pictures)
Sonntag, 13. August 2017

Großer Preis von Österreich: Öttl feiert Platz zwei, Folger schiebt Frust

Motorrad-Rennfahrer Philipp Öttl kommt zum zweiten Mal seiner WM-Karriere in den Genuss einer Siegerehrung. In Österreich landet der Deutsche auf Platz zwei. Jonas Folger und Sandro Cortese haben wieder einmal Pech - und beenden ihre Rennen nicht.

Partylaune bei Philipp Öttl, Frust bei Geburtstagskind Jonas Folger: Während Moto3-Pilot Öttl mit Platz zwei beim Großen Preis von Österreich das beste Ergebnis seiner Karriere feierte, wurde Folger in der MotoGP an seinem 24. Geburtstag von einem technischen Defekt ausgebremst und ging leer aus. In der Moto2 schied Sandro Cortese, der dritte Deutsche im Bunde, nach einer unverschuldeten Kollision aus. Deutlich besser lief es für Öttl - doch obwohl der 21-Jährige erstmals seit zwei Jahren aufs Podium fuhr, war er nicht restlos glücklich.

Alles im Blick

"Ich habe einen kleinen Fehler gemacht, und dann war die Chance auf den Sieg weg", sagte der Bayer, der trotz des angesprochenen Fehlers nur dem spanischen Seriensieger Joan Mir den Vortritt lassen musste: "Vielleicht klappt es ja beim nächsten Mal mit einem noch besseren Ergebnis - aber natürlich fühlt es sich super an, hier 20 Punkte mitzunehmen." Damit endete für Öttl eine 735 Tage lange Durststrecke. Im August 2015 war er in Indianapolis Dritter geworden und hatte dabei seine bis dato einzige Podiumsplatzierung eingefahren. Dieses Ergebnis toppte er erst zwei Jahre später. Dennoch werde "erst am Montagabend gefeiert", sagte Öttl ganz pflichtbewusst: "Davor testen wir noch."

Doch dann streikt die Bremse

Überhaupt keinen Grund zum Feiern hatte Jonas Folger, dessen Rennen in der Königsklasse nach wenigen Runden mit defekter Bremse in der Box endete. Dabei hatte Folger einen starken Start erwischt und sich von Rang 13 schnell in die Top Ten verbessert. Doch dann streikte nach wenigen Minuten die Bremse - und Folgers Traum vom Podium zum Geburtstag war jäh geplatzt. Immerhin hatte er aus der Boxengasse beste Sicht, als sich der Italiener Andrea Dovizioso und Weltmeister Marc Marquez aus Spanien ein packendes Duell um den Sieg lieferten - mit dem besseren Ende für den Italiener.

Dovizioso wehrte Marquez' wilde Überholversuche nervenstark ab und verbesserte sich in der WM mit 158 Punkten auf Rang zwei. Vorne bleibt Marquez mit 174. Maverick Vinales aus Spanien, vor dem Österreich-Rennen Marquez' erster Verfolger, wurde in Spielberg nur Sechster und hat als neuer Dritter 150 Punkte.

Cortese beendete in der Moto2 noch nicht einmal die erste Runde. Nach einer Rempelei in der ersten Kurve musste der 27-Jährige seine Maschine abstellen. In Abwesenheit des verletzten Marcel Schrötter gewann der Italiener Franco Morbidelli vor dem Spanier Alex Marquez und Thomas Lüthi aus der Schweiz.

Quelle: n-tv.de

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