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Ein klares Zeichen: Guardiola wird Bayern-Trainer.
Ein klares Zeichen: Guardiola wird Bayern-Trainer.(Foto: picture alliance / dpa)

Ein neuer Star für die Bundesliga: Pep Guardiola wird Bayern-Trainer

Die Gerüchte bewahrheiten sich, der Wunschkandidat unterschreibt: Der FC Bayern München wird ab der kommenden Saison von Pep Guardiola trainiert. Der Spanier wird damit Nachfolger von Jupp Heynckes. Selbst Konkurrenten der Bayern freuen sich.

Pep Guardiola hat seine Profi-Karriere in Barcelona begonnen und dort als Trainer viele Titel geholt.
Pep Guardiola hat seine Profi-Karriere in Barcelona begonnen und dort als Trainer viele Titel geholt.(Foto: dpa)

Bayern München ist einer der größten Coups der Vereinsgeschichte gelungen. Der Fußball-Rekordmeister hat Trainer Pep Guardiola ab der Saison 2013/14 verpflichtet. Der 42 Jahre alte Spanier soll bei den Bayern einen Vertrag bis 2016 erhalten. Zuvor hatte Trainer Jupp Heynckes dem Verein mitgeteilt, dass er seinen im Sommer auslaufenden Vertrag nicht verlängern werde. "Pep Guardiola ist einer der erfolgreichsten Trainer der Welt und wir sind sicher, dass er nicht nur dem FC Bayern, sondern auch dem deutschen Fußball viel Glanz verleihen kann", sagte Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge.

Seit Wochen wurde über die Ablösung von Heynckes im Sommer spekuliert, Startrainer Guardiola galt als Wunschkandidat für die Nachfolge. Guardiola wurde auch von den englischen Top-Klubs Manchester United, Manchester City und FC Chelsea umworben, entschied sich aber offenbar gegen das ganz große Geld - und für die Bayern.

14 Titel in drei Jahren

Der 47-malige Nationalspieler war bis Sommer 2010 beim FC Barcelona tätig, wo er auch seine Profi-Laufbahn begonnen hatte. Der Erfolgstrainer hatte in New York eine Auszeit vom Fußball genommen. Vor zwei Wochen kündigte er seine Rückkehr an. Mit den Katalanen gewann er als Trainer 14 Titel in drei Jahren, darunter zweimal die Champions League und den Weltpokal. 2009 und 2011 wurde er zum Weltklubtrainer gekürt.

Nach dem Ende seiner Spielerlaufbahn 2006 hatte er 2007 bei der zweiten Mannschaft von Barca seine Arbeit als Fußballlehrer aufgenommen. Unter der Leitung von Guardiola entwickelten sich Spieler wie Lionel Messi, Xavi oder Andres Iniesta zu Weltstars.

Watzke: Verpflichtung tut der ganzen Liga gut

Heynckes hatte seine dritte Amtszeit beim FC Bayern im Sommer 2011 angetreten. Schon Mitte 2012 war über einen vorzeitigen Abschied des Trainer-Oldies spekuliert worden - nach dem verlorenen Champions-League-Finale gegen den FC Chelsea hatte sich der 67-Jährige zunächst ausweichend zu seiner Zukunft geäußert und war dann doch geblieben. Heynckes soll die Münchner in der Rückrunde möglichst noch zu drei Titeln führen, nachdem die erfolgsverwöhnten Bayern in den vergangenen zwei Jahren leer ausgegangen waren.

Die Nachricht wurde in München mit Begeisterung aufgenommen. "Da muss man sagen: Hut ab!", sagte Bayern-Ehrenpräsent Franz Beckenbauer beim TV-Sender Sky. Der Transfer unterstreiche den Stellenwert des FC Bayern in der Fußballwelt. Auch vom größten nationalen Kontrahenten Borussia Dortmund kam reichlich Lob. "Großes Kompliment an die Bayern, dass ihnen dieser Coup gelungen ist", sagte BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke der "Welt". Guardiolas Verpflichtung tue der gesamten Liga gut, "weil die ganze Welt beobachtet, dass es gelingt, so einen Trainer nach Deutschland zu holen."

Quelle: n-tv.de

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