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Seit 18 Jahren prägt Peyton Manning schon den American Football. Jetzt soll der zweite Super-Bowl-Sieg her.
Seit 18 Jahren prägt Peyton Manning schon den American Football. Jetzt soll der zweite Super-Bowl-Sieg her.(Foto: imago/ZUMA Press)

Erst Super Bowl, dann Karriereende?: Peyton Manning - der ewige Sheriff

Peyton Manning prägt den American Football in den vergangenen Jahren wie kaum ein anderer. Nun steht der Quarterback der Denver Broncos zum vierten Mal im Super Bowl und will den zweiten Sieg. Auch wenn der Zahn der Zeit an dem 39-Jährigen nagt.

Peyton Manning ließ sich nicht locken. All die bohrenden Fragen zu seiner Zukunft blockte der Star der Denver Broncos ab. "Ich treffe vor dem Saisonende keine Entscheidung", sagte Manning. Es spricht aber einiges dafür, dass der 50. Super Bowl sein letztes NFL-Spiel sein wird. Manning ist mit 39 Jahren der älteste Spieler in der Geschichte der Football-Profiliga, der ein Team im Finale als Quarterback auf das Feld führen wird. Holt der "Sheriff" im Duell mit den stärker eingeschätzten Carolina Panthers beim Spektakel im kalifornischen Santa Clara seinen zweiten Titel, wäre es der perfekte Schlusspunkt seiner 18-jährigen Karriere.

Ein Privatgespräch hatte die Spekulationen um den Spielmacher in den US-Medien zuletzt weiter angeheizt. "Hör zu, das könnte mein letztes Rodeo sein. Es war mir ein Vergnügen", soll Manning nach dem Halbfinalsieg über die New England Patriots zu deren Trainer Bill Belichik gesagt haben. "Ich habe ihm nur Respekt gezollt", erklärte Manning zu der nicht für die Öffentlichkeit bestimmten Unterredung und schob hinterher: "Vielleicht spiele ich noch zehn Jahre."

Zum vierten Mal steht der seit längerer Zeit verletzungsgeplagte Manning im Super Bowl. Die Diskussion um ihn und seinen möglichen Abschied von der Bühne soll den Erfolg auf keinen Fall gefährden. Nach seinem bislang einzigen Triumph 2007 mit den Indianapolis Colts, denen er seinen Spitznamen "Sheriff" verdankt, war er 2010 mit seinem ersten NFL-Team im Finale gescheitert, 2014 hatte es mit den Broncos die nächste Enttäuschung gegeben.

Vierter Superbowl für den "Sheriff"

Der Zahn der Zeit nagt an Manning, der Quarterback der alten Schule weiß das. Ganze neun Touchdown-Pässe warf die Nummer eins des NFL-Drafts von 1998 diese Saison in zehn Einsätzen, sein Gegenüber hat da ganz andere Zahlen zu bieten. Cam Newton gelangen 35 Touchdown-Pässe, zehnmal brachte der anders als die traditionellen Spielmacher lauffreudige 26-Jährige den Ball sogar selbst in die Endzone.

Newton ist der gefährlichere Quarterback, Denver lebt dagegen von seiner starken Defense. Den Patriots raubten die Broncos vor zwei Wochen den Nerv, Manning setzte sich trotz einer eher durchschnittlichen Leistung durch, sein über die Saison viel stärkerer Gegenüber Tom Brady zog den Kürzeren. So soll es auch beim Super Bowl laufen, wenn in den USA wieder mehr als 100 Millionen Fans vor dem Fernseher sitzen werden.

Manning, fünfmal wertvollster Spieler der Liga, hält eine Menge von Newton: "Er ist großartig. Er wird wahrscheinlich das Gesicht der NFL für die nächsten acht bis zehn Jahre sein." Der Gelobte war für die Worte dankbar: "Wenn der Sheriff etwas sagt, kannst du es wahrscheinlich direkt in goldenen Lettern für die Ewigkeit festhalten."

In der NFL hat Manning Spuren hinterlassen, egal, wie das Spiel ausgeht. Mit 71.940 Yards Raumgewinn durch sein Passspiel steht er an der Spitze der Rangliste. Neben dem viermaligen Champion Brady hat Manning die vergangenen 15 Jahre geprägt. Trotz Dopingvorwürfen gilt er als Saubermann, dem viele Amerikaner den erneuten Gewinn der Vince Lombardi Trophy gönnen würden.

Quelle: n-tv.de

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