Sonntag, 27. November 2005
"Bei Real ein ganz Großer": Ronaldo freut sich auf Ballack
Der dreimalige Weltfußballer Ronaldo hat Michael Ballack in höchsten Tönen gelobt und einen Wechsel des deutschen Nationalmannschaftskapitäns zu Real Madrid begrüßt. "An seiner Technik und Spielkunst ist nichts mehr auszusetzen. Wenn er mal Weltfußballer werden will, muss er in der italienischen oder spanischen Liga spielen. Die deutsche Liga ist dafür zu schlecht. Bei Real hätte ein Ballack Chancen auf diesen Titel", sagte der brasilianische Stürmerstar der "Bild am Sonntag".
Ronaldo traut Ballack durchaus die Nachfolge des französischen Mittelfeldchefs Zinedine Zidane zu: "Der Konkurrenzkampf ist in Madrid riesig. Das ist gesund. Das macht einen stärker. Eines Tages kickt Ballack Zidane vom Thron. Ich traue ihm zu, bei Real ein ganz Großer zu werden."
Bei Manager Uli Hoeneß vom deutschen Rekordmeister Bayern München, bei dem Ballack noch bis Saisonende unter Vertrag steht, kamen die Aussagen von Ronaldo weniger gut an. "Der soll erstmal abnehmen, dann kann er vielleicht mal wieder klar denken", sagte er im ZDF über den Top-Angreifer.
In den spanischen Medien war der Wechsel von Ballack zu den "Königlichen" in dieser Woche bereits als perfekt gemeldet worden. Michael Becker, Berater des 29-Jährigen, hat indes nur von einer "ernstzunehmenden Anfrage" berichtet. Neben Real soll angeblich aber auch Chelsea London in den Poker um Ballack eingestiegen sein.
Der Vertrag des Nationalspielers läuft am 30. Juni 2006 beim FC Bayern aus. Zuletzt hatten die Münchner das Angebot an Ballack über einen neuen Vierjahresvertrag bis 2010 zurückgezogen, nachdem Ballack seine Entscheidung erneut vertagt hatte.
Derweil heizen Aussagen des Vorstandsvorsitzenden Karl-Heinz Rummenigge in der italienischen Sportzeitung Gazzetta dello Sport die Spekulationen an. Offenbar, so die Kommentare in Madrider Zeitungen, habe man Ballack bei den Bayern bereits abgeschrieben. "Die Zukunft von Ballack entscheidet sich im Januar, wahrscheinlich wird er bei Real oder Chelsea unterschreiben", wird Rummenigge zitiert: "Sollte Ballack uns verlassen, werden wir kein Drama daraus machen."
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