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Einmal Gas gegeben und damit alle in den Schatten gestellt: Nico Rosberg.
Einmal Gas gegeben und damit alle in den Schatten gestellt: Nico Rosberg.(Foto: imago/Cordon Press/Miguelez Sports)

Schnell und zuverlässig: Rosberg beeindruckt in Barcelona

Das hatte die Konkurrenz befürchtet: Zu Beginn der zweiten Formel-1-Testphase legen Nico Rosberg und Mercedes die Karten auf den Tisch, fahren Bestzeit und beeindrucken mit unglaublicher Konstanz. Allerdings fehlt den Silberpfeilen eine wichtige Referenz.

Der Formel-1-Rennstall Mercedes hat knapp drei Wochen vor dem Saisonstart erstmals einen kleinen Hinweis auf das wahre Tempo des neuen Silberpfeils gegeben. Zum Auftakt der letzten Testfahrten in Barcelona gelang Vizeweltmeister Nico Rosberg die Vormittags-Bestzeit in 1:23,022 Minuten, zudem drehte der 30-Jährige mit 82 Umläufen erneut die mit Abstand meisten Runden. Am Nachmittag greift Weltmeister Lewis Hamilton ins Lenkrad.

"Wir haben heute mal Qualifying probiert", sagte Rosberg: "Wir haben Sprit herausgenommen, sind auf Attacke gegangen. Das hat gut geklappt." Mit seiner Rundenzeit relativierte Rosberg auch gleich den Topwert von Ferrari-Pilot Sebastian Vettel aus der Vorwoche (1:22,810). Der Hesse hatte seine Bestzeit auf den ultrasoften Reifen gesetzt, der weichsten und damit schnellsten Reifenmischung. Rosberg war dagegen auf den Softreifen unterwegs und kam damit bereits auf etwa zwei Zehntel an Vettels Wert heran. Der Unterschied zwischen Ultrasoft und Soft soll bei etwa einer Sekunde liegen.

"Ferrari ist sehr nah dran, das wissen wir"

Vettel greift erst am zweiten Tag der viertägigen Session ins Geschehen ein, zu Beginn testet sein Ferrari-Teamkollege Kimi Räikkönen den SF16-H. Der Finne kam nur auf 42 Runden, seine Bestzeit gelang ihm auf den härteren Mediumreifen in 1:24,836 Minuten. "Ferrari ist sehr nah dran, das wissen wir", sagte Rosberg: "Wir müssen unsere Hausaufgaben machen, damit wir vorne bleiben."

Zugleich wies der Deutsche auf die Ungewissheit in Bezug auf den wahren Leistungsstand hin: "Man weiß nie, wie viel Sprit der andere an Bord hat und mit wie viel Drehzahl gefahren wird. Die Konkurrenz soll auch nicht wissen, wo wir stehen. Aber gleichzeitig brauchen wir selbst ja Erkenntnisse, ganz vermeiden lässt es sich also nicht."

Quelle: n-tv.de

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