Sport
Anton Schipulin spurtete vor Simon Schempp auf Platz eins.
Anton Schipulin spurtete vor Simon Schempp auf Platz eins.(Foto: dpa)

DSV-Damen erneut enttäuschend: Schempp führt Biathlon-Staffel aufs Podest

Mit einem zweiten Platz in der Staffel krönen die deutschen Biathlon-Herren einen erfolgreichen Weltcup in Antholz. Erst im Endspurt muss sich Simon Schempp dem Russen Schipulin geschlagen geben - weil ihn ein Biathlon-Exot entscheidend behindert.

Die deutsche Männerstaffel ist zum Abschluss des Biathlon-Weltcups im italienischen Antholz zum ersten Mal in dieser Saison auf das Podest gestürmt. Das Quartett mit Erik Lesser, Benedikt Doll, Arnd Peiffer und Simon Schempp belegte nach 4x7,5 Kilometer in Südtirol den zweiten Platz und musste sich nur Olympiasieger Russland knapp geschlagen geben. Dritter wurde Norwegen.

Um den Sieg brachte die DSV-Herren ein Biathlon-Exot. Weil der überrundete Japaner Yuki Nakajima im Staffelrennen kurz vor dem Schlussspurt dem deutschen Schlussläufer Schempp vor die Füße lief, verlor Deutschlands Nummer eins im Kampf mit dem Russen Anton Schipulin die entscheidenden Zentimeter.

"Der läuft in einer Seelenruhe mitten auf der Strecke, alle brüllen. Ich weiß nicht, ob er taub auf den Ohren ist", schimpfte Schempp. "Das ist ein bisschen ärgerlich, dennoch haben wir eine ordentliche Staffel abgeliefert", sagte Schempp, der zuvor mit dem Sprintsieg und Rang zwei in der Verfolgung geglänzt hatte.

In der Staffel hatte Doppel-Weltmeister Lesser seine Mannschaft dank einer tadellosen Schießleistung schnell in Führung gebracht und übergab mit sieben Sekunden Vorsprung auf Doll. Der 25-Jährige war als einziger des Teams im vergangenen Jahr nicht beim WM-Sieg in Kontiolahti dabei und zeigte beim Stehendschießen Nerven. Doll musste in die Strafrunde und wurde bis auf Platz acht durchgereicht.

Frauen bleiben ohne Podestplatz

Der frühere Staffel-Weltmeister Peiffer übernahm als Fünfter und kämpfte sich ohne Nachlader zwei Plätze nach vorne. Schempp, der sich nach seiner Krankheitspause mit den Plätzen eins (Sprint) und zwei (Verfolgung) eindrucksvoll zurückmeldete, kämpfte sich erneut nach ganze vorne und musste sich erst im Schlussspurt mit einer Sekunde Rückstand dem Russen Anton Schipulin geschlagen geben.

Die Frauen hatten den Weltcup zuvor erstmals in dieser Saison ohne Podestplatz abgeschlossen. Die ersatzgeschwächte DSV-Staffel in der Besetzung Karolin Horchler, Miriam Gössner, Vanessa Hinz und Franziska Hildebrand lief nach zwei Strafrunden nur auf den zehnten Rang. Der Sieg ging an Frankreich vor Tschechien (+17,2 Sekunden) und Russland (+21,1).

Quelle: n-tv.de

Empfehlungen