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Simon Schempp will bei der WM in Oslo angreifen.
Simon Schempp will bei der WM in Oslo angreifen.(Foto: picture alliance / dpa)

Biathlon-WM in Oslo: Schempp und Co. stehen unter Erfolgsdruck

Die deutschen Biathleten zählen nach bisher sechs Siegen und 31 Podestplätzen in dieser Saison bei der Weltmeisterschaft in Oslo zu den Mitfavoriten im Kampf um Gold, Silber und Bronze. In der Vorbereitung auf die Titelkämpfe lief allerdings nicht alles rund.

Angeführt von den viermaligen Saisonsiegern Laura Dahlmeier und Simon Schempp wollen die deutschen Biathleten bei der WM in Oslo so erfolgreich auf Medaillenjagd gehen wie im Vorjahr. "Unser gemeinsames Ziel ist es, wieder ähnliche gute Ergebnisse wie bei der WM in Kontiolahti zu erzielen. Das sollte nach den gezeigten Vorleistungen möglich sein", sagte DSV-Sportdirektorin Karin Orgeldinger nach der Bekanntgabe des elfköpfigen WM-Kaders.

Laura Dahlmeier ist eine deutsche Medaillienhoffnung.
Laura Dahlmeier ist eine deutsche Medaillienhoffnung.(Foto: picture alliance / dpa)

Bei der vergangenen WM hatten die Frauen- und Männer-Staffel ebenso Gold gewonnen wie Erik Lesser in der Verfolgung. Laura Dahlmeier (Verfolgung) und Franziska Preuß (Massenstart) holten zudem jeweils Silber. Wie erwartet nominierte der Deutsche Skiverband (DSV) fünf Männer und sechs Frauen für den Saisonhöhepunkt vom 3. bis 13. März. Neben Dahlmeier wurden auch die Staffel-Weltmeisterinnen Franziska Hildebrand, Franziska Preuß und Vanessa Hinz sowie Miriam Gössner und WM-Debütantin Maren Hammerschmidt berufen.

"Wir messen uns an den Ergebnissen vom letzten Jahr und versuchen, das annähernd zu wiederholen. Eine Staffel- und eine Einzelmedaille sollten unser Ziel sein", meinte Bundestrainer Gerald Hönig. Vor allem aber für Gössner dürfte es angesichts der Leistungsdichte schwierig werden, Renneinsätze zu bekommen. Sie verzichtete wegen ihrer Schießschwäche freiwillig auf Staffel-Einsätze, hofft aber auf einen Start in den ersten Einzelrennen. "Ich wäre gerne im Sprint und in der Verfolgung dabei. Aber wir sind sechs Mädels und nur vier dürfen starten", sagte sie der "Bild"-Zeitung. Zu Saisonbeginn hatte die lange verletzte Garmischerin mit Rang drei aufhorchen lassen. Über die Staffel-Einsätze sagte Gössner: "Ich verzichte freiwillig, weiß, dass ich ein Wackelkandidat bin." Gössner, die 2011 und 2012 WM-Staffel-Gold holte, konnte bisher ihre Defizite beim Schießen nicht entscheidend verbessern. "Da habe ich meine Probleme", sagte sie.

Schempp und Peiffer wieder fit

Bei den Männern von Bundestrainer Mark Kirchner werden neben Staffel-Weltmeister Schempp auch Doppel-Weltmeister Lesser, Andreas Birnbacher, Benedikt Doll und Arnd Peiffer dabei sein. Peiffer ist nach seinem schweren Sturz beim letzten Weltcup in Presque Isle (USA), bei dem er eine Gehirnerschütterung sowie Prellungen erlitt, ebenso wieder fit wie Schempp (Bronchitis). "Beide sind voll einsatzfähig und für die WM fest eingeplant", sagte Kirchner und ergänzte: "In den Teamwettbewerben eine Medaille zu gewinnen, muss das Ziel sein. Und mindestens eine in den Einzelbewerben - sprich: mit drei Medaillen wieder nach Hause zu kommen, das würden wir gerne unterschreiben."

Quelle: n-tv.de

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