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Mottet seine Skisprung-Sachen vorerst ein: Gregor Schlierenzauer.
Mottet seine Skisprung-Sachen vorerst ein: Gregor Schlierenzauer.(Foto: imago/Eibner Europa)

Nur Saison-Aus oder Karriere-Ende?: Schlierenzauer zieht Schlussstrich

Gregor Schlierenzauer erlebt bei der Vierschanzentournee ein Debakel. Vor dem finalen Showdown in Bischofshofen streicht ihn der Trainer aus dem Aufgebot. Es ist der negative Höhepunkt ein fürchterlichen Saison - und vielleicht sogar einen ganzen Karriere.

Diese Ankündigung ist keine Überraschung mehr: Österreichs Skisprung-Star Gregor Schlierenzauer nimmt wegen mentaler Probleme eine Auszeit und schließt auch ein Karriereende nicht aus. "Ich ziehe für heuer einen Schlussstrich, werde die Saison beenden und nehme mir damit nach zehn Jahren im Spitzensport erstmals eine richtige Auszeit", teilte Schlierenzauer an seinem 26. Geburtstag über sein Management mit. Auf seiner Website schrieb er von einer "Pause auf unbestimmte Zeit".

Damit nimmt der Weltcup-Rekordgewinner auch nicht an der Skiflug-WM in der kommenden Woche am Kulm in seiner Heimat teil. "Im Moment brauche ich eine Pause und Abstand, wenn die Wunden verheilt sind und der Kopf klarer ist, schauen wir weiter", sagte er. Der zweimalige Gewinner der Tournee war nach einer selbst auferlegten zweiwöchigen Pause in die 64. Auflage der Traditionsserie eingestiegen, hatte aber auch dort nicht an frühere Leistungen anknüpfen können. Ein 14. Platz in Lillehammer ist seine beste Saisonplatzierung.

"Klar werden, wie mein Weg weitergeht"

Ob er seine Karriere, die nach schwachen Ergebnissen und dem vorzeitigen Aus bei der Vierschanzentournee vor dem letzten Springen in Bischofshofen einen weiteren Tiefpunkt erreicht hatte, noch einmal fortsetzt, ist Schlierenzauer derzeit selbst nicht klar: "Ich weiß hier und heute ganz einfach nicht, was die Zukunft bringt, will das Feuer neu entfachen und mir ohne Zeitdruck klar darüber werden, wie mein Weg weitergeht."

Er ziehe "die Reißleine", schrieb er auf seiner Website. Der Rucksack, den er mit sich herumschleppe, sei "einfach zu schwer geworden". Zuletzt hatte die österreichische Boulevardpresse immer wieder Gerüchte aufgegriffen, Schlierenzauer habe sich vor der Tournee nach fünf Jahren von seiner Freundin Sandra getrennt. Auch die Berichterstattung spielt bei seiner Entscheidung eine Rolle: "Dass zuletzt auch mein Privatleben zum Thema wurde, hat mich sehr enttäuscht."

Quelle: n-tv.de

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