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Ferrari-Boss Luca di Montezemolo im Jahr 2005 mit seinem damaligen Star-Fahrer Michael Schumacher.
Ferrari-Boss Luca di Montezemolo im Jahr 2005 mit seinem damaligen Star-Fahrer Michael Schumacher.(Foto: dpa)

"Sturz hat ihn kaputt gemacht": Schumachers Zustand betrübt Ferrari-Boss

Seit seinem schweren Skiunfall wird Formel-1-Rekordweltmeister Michael Schumacher von der Öffentlichkeit abgeschirmt. Einer der wenigen, die über seinen Zustand informiert sind, ist Ferrari-Boss Luca di Montezemolo. Gute Nachrichten hat er nicht.

Der ehemalige Ferrari-Präsident Luca di Montezemolo hat sich bei einer Podiumsveranstaltung in Mailand zum Zustand von Formel-1-Rekordweltmeister Michael Schumacher geäußert. Er habe Neuigkeiten, aber die seien leider nicht gut, sagte der 68 Jahre alte Italiener. "Leider hat ihn ein zufälliger Sturz auf Skiern kaputt gemacht", meinte di Montezemolo. Weitere Details nannte er nicht.

Schumachers Managerin, Sabine Kehm, wollte die Aussagen von di Montezemolo auf Anfrage nicht kommentieren. Schumacher hatte sich am 29. Dezember 2013 schwere Kopfverletzungen zugezogen. Er befindet sich seit September 2014 weiterhin abgeschirmt von der Öffentlichkeit zur Rehabilitation zuhause in seiner Wahlheimat am Genfer See.

Der siebenmalige Weltmeister war im Skigebiet oberhalb von Méribel mit dem Kopf auf einen Stein aufgeschlagen und hatte sich trotz eines Helms ein schweres Schädel-Hirn-Trauma zugezogen. Er kämpfte tagelang um sein Leben und lag mehrere Monate im künstlichen Koma im Universitätskrankenhaus von Grenoble. Offizielle und verlässliche Angaben über Schumachers Zustand hat wenn, dann nur Kehm verlauten lassen, nachdem es am Tag nach dem Unfall noch eine Pressekonferenz mit den behandelnden Ärzten gegeben hatte.

Kurz vor Weihnachten 2015 hatte Kehm einen Medienbericht zurückgewiesen, wonach der mittlerweile 47 Jahre alte Schumacher wieder gehen könne. "Leider werden wir durch einen aktuellen Pressebericht zu der Klarstellung gezwungen, dass die Behauptung, Michael könne wieder gehen, nicht den Tatsachen entspricht", sagte sie der "Bild"-Zeitung. "Solche Spekulationen sind unverantwortlich, denn angesichts der Schwere seiner Verletzungen ist für Michael der Schutz seiner Privatsphäre sehr wichtig."

Die Leitlinie sei: Mitteilungen gebe es immer nur dann, wenn sich der Zustand des zweifachen Familienvaters deutlich verändere. Vor ihrem Dementi im Dezember hatte sich Kehm zuletzt im Mai 2015 zum Gesundheitszustand Schumachers geäußert. Damals erklärte sie: "Wir sind froh, weiter sagen zu können, dass er Fortschritte macht. Und ich sage das immer in Anbetracht der Schwere seiner Kopfverletzungen."

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Quelle: n-tv.de

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