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Geherin Melanie Seeger steht jetzt mit einer historischen Bronzemedaille in den deutschen Leichtathletikannalen.
Geherin Melanie Seeger steht jetzt mit einer historischen Bronzemedaille in den deutschen Leichtathletikannalen.(Foto: picture alliance / dpa)

"So toll. Ich heule vor Freude": Seeger jubelt über verspätetes EM-Bronze

Die Geherin Melanie Seeger schreibt deutsche Leichtathletik-Geschichte, allerdings mit sechs Jahren Verspätung: Nach einem Urteil des Internationalen Sportgerichtshof Cas erhält sie eine Bronzemedaille nachgereicht - für die EM 2010.

Fast sechs Jahre nach dem "Rennen ihres Lebens" bekommt die deutsche Geherin Melanie Seeger zumindest ein bisschen Genugtuung. Nach einem weitreichenden Urteil des internationalen Sportgerichtshofs Cas wird die 39-Jährige nachträglich die Bronzemedaille der EM 2010 in Barcelona über 20 Kilometer erhalten und damit als erste deutsche Geherin mit Edelmetall bei einem internationalen Großereignis dekoriert werden.

Bei der EM 2010 war Seeger ursprünglich Vierte geworden.
Bei der EM 2010 war Seeger ursprünglich Vierte geworden.(Foto: picture alliance / dpa)

Der Cas hatte am Donnerstag wegen Dopings die Ergebnisse von insgesamt sechs russischen Leichtathleten für ungültig erklärt. Darunter auch die der damaligen Siegerin Olga Kaniskina. Zudem werden anderem der Geher Sergej Kirdjapkin sein Olympiagold von London über 50 Kilometer und Kaniskina ihr London-Silber über 20 Kilometer verlieren.

"Das ist so toll - mehr als unglaublich. Ich heule vor Freude", sagte Seeger dem Internetportal leichtathletik.de: "Das war das Rennen meines Lebens." In Barcelona hatte sie 2010 hinter einem russischen Trio Platz vier belegt hatte, jetzt rückt sie einen Rang vor. Moralisch fühle sie sich nach den unzähligen Dopingfällen im russischen Gehen ohnehin als Siegerin des Rennens: "Eigentlich müsste mir Gold zustehen."

Der Leichtathletik-Weltverband IAAF hatte nach der Cas-Entscheidung erklärt, unverzüglich die Streichung der Ergebnisse und die Neuverteilung der Medaillen bei Wettbewerben in seiner Verantwortung anzugehen. Zudem werde die IAAF das Internationale Olympische Komitee (IOC) informieren und die gleiche Vorgehensweise bei Olympischen Spielen beantragen. Die Neuvergabe auch für Olympiamedaillen ist allerdings nur noch ein formaler Akt und soll in den kommenden Wochen geschehen.

Quelle: n-tv.de

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