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Späte Beichte: Stalman dopte sich zum Olympiagold

Als Ria Stalman 1984 in Los Angeles den Diskus-Olympiasieg holt, wird ihr Triumph von Dopinggerüchten überschattet. Die Niederländerin schweigt, beendet wenig später ihre Karriere. 30 Jahre später bestätigt Stalman den Verdacht und sagt: "Jeder hat das gemacht."

Ria Stalman dopte sich 1984 zum Olympiasieg.
Ria Stalman dopte sich 1984 zum Olympiasieg.(Foto: AP)

Die niederländische Olympiasiegerin von 1984, Ria Stalman, hat Doping zugegeben. Sie habe in den letzten zweieinhalb Jahren ihrer Karriere verbotene Mittel wie anabole Steroide eingenommen, bekannte die heute 64 Jahre alte Stalman am Freitagabend im niederländischen Fernsehen. Die Niederländerin hatte bei den Olympischen Spielen in Los Angeles 1984 die Goldmedaille im Diskuswerfen gewonnen. Schon direkt nach ihrem Sieg hatte es Gerüchte über Doping bei der Leichtathletin gegeben. Dazu hatte sie sich aber nie geäußert.

Als Grund sagte sie nun im Fernsehen, dass sie mit der damals übermächtigen Konkurrenz aus dem Ostblock mithalten wollte. "Ich wollte Meister werden", sagte Stalman. "Und wenn man sie nicht besiegen kann, dann muss man eben mitmachen".

Nach ihren Worten war sie keine Ausnahme. "Jeder hat das gemacht, sowohl im Ostblock als an der Westküste der USA", sagte die Niederländerin. Ihre größten Konkurrentinnen aus der damaligen Sowjetunion und der DDR hatten wegen des Olympia-Boykotts des Ostblocks nicht an den Spielen in den USA teilgenommen.

Stalmann hält mit 71,22 Meter noch immer den niederländischen Diskus-Rekord. In den USA hatte sie damals mit einem Wurf von 65,36 Meter gesiegt.

Quelle: n-tv.de

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