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Unfall bei Rallye Dakar: Teamchef verteidigt Mini-Pilotin

Der Unfall mache ihn traurig, doch einen Vorwurf könne er seiner Fahrerin nicht machen, sagt Sven Quandt, Chef des deutschen Teams X-raid. Die Chinesin Guo Meiling war beim Prolog der Rallye Dakar mit ihren zwei Tonnen schweren Mini in die Zuschauer gerast.

Sven Quandt, Chef des deutschen Teams X-raid, hat bestürzt auf den Unfall seiner Mini-Pilotin Guo Meiling beim Prolog der 38. Rallye Dakar am Samstag reagiert. "Ich bin sehr traurig, und unsere Gedanken sind bei den Familien und Freunden der Zuschauer", sagte der 59-Jährige im argentinischen Villa Carlos Paz. Dem Vorwurf, Meiling sei bei ihrem Dakar-Debüt zu unerfahren gewesen, den 320-PS-starken und fast zwei Tonnen schweren Mini zu kontrollieren, widersprach er. Meiling und ihr Ko-Pilot Min Liao seien ein erfahrenes Duo. "Wir haben mehrfach mit ihnen gesprochen, und sie bedauern zutiefst, was passiert ist."

Da es neben den vom Veranstalter verbreiteten Mitteilungen "keine weiteren offiziellen Informationen" gebe, habe Quandt sich mit einem Statement bewusst etwas Zeit gelassen. "Es ist schwer, diesen Informationen etwas hinzuzufügen. Die Polizei ermittelt und sucht nach den Ursachen des Unfalls. Ich möchte keine Spekulationen anheizen, deshalb möchte den Vorfall aktuell nicht weiter kommentieren."

Beim nur elf Kilometer langen Prolog in der Nähe der argentinischen Hauptstadt Buenos Aires hatte die chinesische Geschäftsfrau Meiling, 47 Jahre alt, auf gerader Strecke an einer Bodenwelle die Kontrolle über ihr Auto verloren und war mit hohem Tempo in die Zuschauer gerast. Dabei erlitten drei Personen schwere Verletzungen. Während sich der Zustand eines 34-jährigen Mannes und seines zehn Jahre alten Sohnes am Sonntagvormittag stabilisierte, hat sich die Situation eines dritten Patienten "plötzlich verschlechtert", hatte der Veranstalter am Sonntag mittgeteilt. Weitere Zuschauer, darunter auch eine schwangere Frau, hätten leichte Verletzungen erlitten und müssten keine Folgeschäden befürchten. Nach dem Unfall war der Prolog abgebrochen worden, auch die für Sonntag geplante erste Etappe fiel aus - allerdings aufgrund heftiger Regenfälle.

Quelle: n-tv.de

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