
"Das war eine große Nacht für uns", sagte Promoter Klaus-Peter Kohl. "Drei WM-Titel bei einer Veranstaltung - ich glaube nicht, dass wir das überhaupt schon mal hatten."
Im Kampf um den vakanten Titel im Supermittelgewicht nach WBA-Version bezwang Sartison vor 4000 Zuschauern in der Kieler Sparkassen-Arena den Kroaten Stjepan Bozic durch technischen K.o in der sechsten Runde. Der 29 Jahre alte gebürtige Kasache, der für das Universum-Tochterunternehmen Spotlight kämpft, ist als Weltmeister Nachfolger des Dänen Mikkel Kessler, der von der WBA zum sogenannten Super-Champion ernannt wurde.
In 31 Profi-Kämpfen unbesiegt

Erdei besiegte im Cruisergewicht den italienischen WBC-Titelverteidiger Giacobbe Fragomeni nach Punkten (115:113, 115:113, 114:114). Beide lieferten sich eine dramatische Ringschlacht. Der 35-jährige Ungar war zuvor fast sechs Jahre WBO-Weltmeister im Halbschwergewicht und hatte diesen Titel wegen des Wechsels ins nächsthöhere Limit niedergelegt. Der Schützling von Fritz Sdunek und Artur Grigorian ist nunmehr in 31 Profi-Kämpfen unbesiegt. Fragomeni musste im 29. Kampf seine zweite Niederlage hinnehmen.

Erster deutscher Weltmeister im Superfedergewicht wurde Tajbert. Der 27-Jährige setzte sich gegen den Mexikaner Humberto Mauro Gutierrez im Duell um den Interims-Titel des WBC nach Punkten (116:112, 116:112, 116:113) durch. Ein Jahr zuvor hatte er seine einzige Niederlage im Kampf um den EM-Gürtel hinnehmen müssen. Regulärer Weltmeister ist der Mexikaner Humberto Soto, der allerdings ins Leichtgewicht wechseln will und damit den WM-Gürtel niederlegen muss.


