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Tournee-Sieger Severin Freund?: Weißflog hat große Hoffnungen

Der sensationelle Saisonstart der deutschen Skispringer lässt Träume reifen: Von einem Sieg bei der traditionellen Vierschanzentournee. Skisprung-Legende Jens Weißflog zählt Severin Freund zu den Topfavoriten. Auch Youngster Andreas Wellinger traut er viel zu.

Severin Freund könnte bei der Vierschanzentournee allen davonspringen, glaubt Jens Weißflog.
Severin Freund könnte bei der Vierschanzentournee allen davonspringen, glaubt Jens Weißflog.(Foto: dpa)

Der dreimalige Olympiasieger Jens Weißflog traut Skispringer Severin Freund den Gesamtsieg bei der 61. Vierschanzentournee zu. "Severin gehört neben den Österreichern Andreas Kofler und Gregor Schlierenzauer zu meinen Topfavoriten. Immerhin hat er schon zwei Saisonsiege gefeiert", sagte der 48-Jährige dem SID. Letzter deutscher Sieger bei der traditionsreichen Veranstaltung war Sven Hannawald im Winter 2001/2002.

Weißflog, der zwischen 1984 und 1996 viermal die Tournee gewann, zeigte sich von Freunds starkem Saisonstart beeindruckt. "Ich war schon etwas überrascht. Nach seiner Bandscheiben-Operation musste er im Sommer sein Training umstellen. Aber vielleicht war das genau der Weg, den er gebraucht hat", sagte der als "Floh vom Fichtelberg" bekannt gewordene Sachse.

Auf dem Zettel hat Weißflog auch den erst 17 Jahre alten Andreas Wellinger: "Es ist fantastisch, dass jemand so einschlägt und dann auch noch stabil bleibt. So etwas gab es zuletzt nur bei den Österreichern." Allerdings werde die Tournee auch zu einer Nagelprobe für den Teenager, der bei der Generalprobe in Engelberg Zweiter geworden war. "Die Aufmerksamkeit wird sehr groß. Das wird eine echte Herausforderung für ihn", so Weißflog. Dem viermaligen Weltmeister Martin Schmitt sagt Weißflog dagegen eine schwierige Tournee voraus.

"Wenn er sich qualifiziert, wird es für ihn schwer. Das muss man so sagen. Vielleicht bringt ja die Tournee den notwendigen Aufschwung, die Erfahrung hat er jedenfalls. Vielleicht bricht ja einer der jungen Springer ein, und Martin reist doch noch nach Österreich mit", sagte Weißflog, der 1996 wenige Monate vor Schmitts Weltcup-Debüt seine Karriere beendet hatte.

Quelle: n-tv.de

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