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So richtig Lust auf Rio scheint Wladimir Klitschko nicht zu haben.
So richtig Lust auf Rio scheint Wladimir Klitschko nicht zu haben.(Foto: imago/nph)

Klitschko und Co. nicht begeistert: Weltverband erlaubt Boxprofis Olympia-Start

Der Umschwung überrascht: Das olympische Boxen ist entgegen ersten Festlegungen jetzt offen für Profis. Die müssen sich aber qualifizieren. Stars wie Wladimir Klitschko und Arthur Abraham haben darauf aber nur wenig Lust. Aus triftigem Grund.

Wladimir Klitschko ist schon verplant, Arthur Abraham steht nach Einschätzung seines Trainers Ulli Wegner auch nicht zur Verfügung: Die überraschende wie kurzfristige Ankündigung des Amateurbox-Weltverbandes AIBA, doch noch Profi-Boxer für die Olympischen Spiele in Rio vom 5. bis zum 21. August zuzulassen, sorgte für Kopfschütteln in der Szene.

Arthur Abraham wird wohl auch nicht in Rio in den Ring steigen.
Arthur Abraham wird wohl auch nicht in Rio in den Ring steigen.(Foto: dpa)

"Ich habe immer gesagt, dass Olympia für mich ein Thema ist. Aber derzeit zählt nur der Rückkampf mit Tyson Fury", sagte Ex-Champ Klitschko. Im Mai oder Juni will sich der Ukrainer seine Titel vom Briten zurückholen. Genau in dieser Phase müsste sich der Schwergewichtler aber auch für das olympische Box-Turnier qualifizieren. Ein Start des gestürzten Box-Königs in Rio ist daher unwahrscheinlich.

Auch bei Arthur Abraham dürfte es schwierig werden. Der Super-Mittelgewichtler aus Berlin verteidigt am 9. April seinen WM-Gürtel in Las Vegas gegen den Mexikaner Gilberto Ramirez. Im Anschluss bereitet sich Abraham schon wieder auf den nächsten Kampf vor, will seinen Top-Platz in den Ranglisten nicht verlieren. "Ich würde ihm von einem Start in Rio abraten", sagte zudem sein Trainer Ulli Wegner. Der Kult-Coach ist eh nicht gut zu sprechen auf die AIBA. "Was dieser Verband in den letzten Jahren so alles macht, ist nicht mehr nachvollziehbar. Er bringt alles durcheinander", klagte Wegner.

Enorme Umstellung für Profis

Doch AIBA-Präsident Wu Ching-Kuo will das Unmögliche noch möglich machen und schillernde Profis mit großen Namen im Boxring von Rio medienwirksam auftreten lassen. "Das ist nach unseren Statuten noch möglich", sagte Wu am Mittwoch nach einem Treffen aller AIBA-Kommissionen in Manchester. "Auf einem außerordentlichen Kongress im Mai wird die Satzung geändert. Das IOC hat grünes Licht gegeben. In Manchester waren 80 Prozent der Delegierten für die Änderung", sagte Generalsekretär Michael Müller vom Deutschen Boxsportverband (DBV). Müller war in Manchester dabei und erklärte zum Prozedere: "Die nationalen NOKs sollen jetzt an die Profiboxer ihrer Länder herantreten und sie in die Quali einbinden."

In Deutschland sollen ein bis zwei Profis ausgeguckt werden und gegen die besten Amateure antreten. Im Anschluss boxen die Kandidaten auf dem APB- und WSB-Qualiturnier im Mai oder Juni um ihr Ticket für Rio. "Der formale Aufwand ist aber enorm", sagte Müller. So müsste schleunigst dafür gesorgt werden, dass diese Athleten den NADA-Code anerkennen und noch auf die Liste des DOSB kommen. Weitere Probleme sind programmiert. "Die Profis boxen ganz anders als die Olympia-Teilnehmer", sagte Geschäftsführer Christian Mayer vom wichtigsten deutschen Profistall Sauerland.

Während Klitschko und Abraham über zwölf Runden gehen, sind die Kämpfe im Olympiaprogramm nach drei Runden a drei Minuten beendet. Daher müssen die Boxer vom ersten Gongschlag Vollgas geben, eine enorme Umstellung für die Profis, die ein hohes Risiko eingehen. Bislang sind mit Superschwergewichtler Erik Pfeifer (Lohne), Schwergewichtler David Graf (Heidelberg) und Halbweltergewichtler Artem Harutyunyan (Hamburg) drei deutsche Boxer für Rio qualifiziert. Diese können auch nicht mehr von Profis verdrängt werden. Insgesamt hofft der DBV darauf, sechs Männer und eine Frau in das olympische Turnier schicken zu können.

Quelle: n-tv.de

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