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Für Maria Scharapowa bedeutet die Entscheidung des Nike-Konzerns vor allem eine finanzielle Misere.
Für Maria Scharapowa bedeutet die Entscheidung des Nike-Konzerns vor allem eine finanzielle Misere.(Foto: REUTERS)

Millionenverlust nach Doping: Werbepartner lassen Scharapowa fallen

Nike und Porsche distanzieren sich von Maria Scharapowa. Der Tennisstar gesteht die Einnahme verbotener Substanzen. Für die Russin bedeutet der Rückzug vor allem eine finanzielle Krise. Sie verdient knapp 20 Millionen Euro allein durch Werbeeinnahmen.

Maria Scharapowa geht es nach ihrem Dopinggeständnis nun ans Geld. Der US-Sportartikelriese Nike und der Sportwagenhersteller Porsche setzen ihre millionenschweren Verträge mit der 28-jährigen Russin aus. "Wir sind traurig und enttäuscht von den Nachrichten", sagte Nike-Sprecher KeJuan Wilkins. "Wir haben deshalb beschlossen, unseren Vertrag mit Maria für die Dauer der Untersuchungen ruhen zu lassen."

Dopingfälle im Tennis

Maria Scharapowa (Russland/2016): Einnahme von Meldonium, vorläufig zwei Jahre Sperre;
Marin Cilic (Kroatien/2013): Nikethamid, neun Monate Sperre;
Viktor Troicki (Serbien/2013): verweigerte Blutprobe, ein Jahr Sperre;
Barbora Strycova (Tschechien/2012): Sibutramin, sechs Monate Sperre;
Richard Gasquet (Frankreich/2009): Kokain, zweieinhalb Monate;
Martina Hingis (Schweiz/2007): Kokain, zwei Jahre Sperre;
Mariano Puerta (Argentinien/2003): Clenbuterol, neun Monate Sperre;
Guillermo Coria (Argentinien/2001): Nandrolon, sieben Monate Sperre;
Juan Ignacio Chela (Argentinien/2000): Methyltestosteron, drei Monate Sperre;
Petr Korda (Tschechien/1998): Nandrolon, ein Jahr Sperre;
Mats Wilander (Schweden/1995): Kokain, drei Monate Sperre;

Maria Scharapowa ist seit vielen Jahren eine der populärsten Botschafterinnen des US-Ausrüsters, der als erster Sponsor der weltweit bestverdienenden Sportlerin umgehend Konsequenzen aus der Dopingaffäre gezogen hat. Zu den prominenten Geldgebern der Russin gehörte aber auch der Stuttgarter Sportwagenhersteller Porsche. Allein im Jahr 2015 verdiente Scharapowa laut "Forbes"-Liste 29 Millionen Dollar, davon 22 durch Werbung - das sind knapp 20 Millionen Euro.

Die fünfmalige Grand-Slam-Turniersiegerin ist nach einem positiven Dopingtest vorläufig suspendiert. Scharapowa wurde während der Australian Open im Januar die Einnahme der verbotenen Substanz Meldonium nachgewiesen. Ihr droht eine längere Sperre. Die 28-Jährige erklärte, dass sie das Medikament gegen ihre Diabetes nehme, erstmals habe sie es von ihrem Arzt 2006 verschrieben bekommen, weil sie damals oft krank gewesen sei.

"Ich muss die Verantwortung tragen"

"Ich habe einen großen Fehler gemacht", sagte Scharapowa. "Ich muss die Verantwortung dafür tragen, es ist mein Körper. Ich kann niemandem, außer mir selbst, die Schuld dafür geben." Auf die Öffnung der B-Probe wird die Weltranglisten-Siebte verzichten, sagte ihr Anwalt John Haggerty der "New York Times". Vom 12. März an ist die Russin nach Angaben des Weltverbandes ITF vorläufig gesperrt. Der Fall sei nun in den Händen des Tennis-Anti-Dopingprogramms, teilte die Spielerinnenorganisation WTA mit. Man werde die Entscheidungen, die in diesem Prozess getroffen werden, unterstützen, erklärte WTA-Chef Steve Simon und äußerte sich "sehr betrübt" über die Nachricht.

Meldonium, bekannt auch unter dem Handelsnamen Mildronat, wird zur Behandlung von mangelnder Durchblutung und Sauerstoffversorgung im Körper eingesetzt. Bei Sportlern kann es zu einer allgemeinen Leistungssteigerung führen. Die Welt-Anti-Doping-Agentur (Wada) setzte Meldonium auf die neue Liste der verbotenen Substanzen, die am 1. Januar 2016 wirksam wurde. Wada-Präsident Craig Reedie sagte, dass jeder Athlet, der der Meldonium-Einnahme überführt werde, normalerweise für ein Jahr gesperrt werde. Ansonsten werde die Wada aber erst einmal die Ermittlungen der ITF abwarten.

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Quelle: n-tv.de

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