Sonntag, 13. August 2017: Der Tag bei n-tv

Heute mit Diana Sierpinski

23:51 Uhr

Neymars Spielfreude beschert PSG klaren Sieg

Neymars Fingerzeig: ein Tor, eine Vorlage.
Neymars Fingerzeig: ein Tor, eine Vorlage.(Foto: picture alliance / Kamil Zihniog)

Superstar Neymar glänzt beim Debüt für seinen neuen Club Paris Saint-Germain direkt mit einem Tor und einer Vorlage. Auch dank einer starken Leistung des brasilianischen Fußball-Nationalspielers gewinnt der Hauptstadtclub mit 3:0 (0:0) bei EA Guingamp und feiert den zweiten Sieg im zweiten Saisonspiel. Neuzugang Neymar bereitet das 2:0 durch Stürmer Edinson Cavani (62. Minute) vor und erzielt das 3:0 selbst (82.). Der 25 Jahre alte Offensivspieler ist für die Rekord-Ablösesumme von 222 Millionen Euro vom FC Barcelona nach Paris gewechselt.

23:04 Uhr

Diskuswerferin Müller verpasst Medaille klar

Platz sechs: Nadine Müller.
Platz sechs: Nadine Müller.(Foto: dpa)

Diskuswerferin Nadine Müller hat bei den Leichtathletik-Weltmeisterschaften in London einen Podestplatz und damit ihre dritte WM-Medaille klar verpasst. Die 31 Jahre alte Hallenserin wurde mit 64,13 Metern Sechste.

  • Top-Favoritin Sandra Perkovic erkämpfte ihren zweiten Titel nach 2013 in Moskau.
  • Die zweimalige Olympiasiegerin aus Kroatien gewann mit 70,31 Metern vor der Australierin Dani Stevens (69,64) und der Französin Mélina Robert-Michon (66,21).
  • Die Berlinerin Julia Harting, vor einem Jahr EM-Zweite in Amsterdam, verpasste als Neunte den Endkampf um die Medaillen knapp.
  • "Ich bin schon ziemlich traurig und enttäuscht, denn ich habe mich nach der Quali richtig gut gefühlt", sagte die Ehefrau von Olympiasieger Robert Harting.
22:34 Uhr

Kenianer Managoi holt 1500-Meter-Gold

Erster! Elijah Manago.
Erster! Elijah Manago.(Foto: REUTERS)

Elijah Managoi aus Kenia hat bei der Leichtathletik-WM in London Gold über 1500 Meter gewonnen und damit seinen großen Landsmann Asbel Kiprop abgelöst. Der 24 Jahre alte Jahresschnellste setzte sich in 3:33,61 Minuten vor Timothy Cheruiyot (ebenfalls Kenia/3:33,99) und dem Norweger Filip Ingebritsen (3:34,53) durch. Nur Neunter wurde Kiprop (3:37,24), der zum vierten Mal in Serie hätte Weltmeister werden und damit die Bestmarke von Hicham El Guerrouj (Marokko/1993 bis 1999) einstellen können. Homiyu Tesfaye (Frankfurt/Main), WM-Fünfter von 2013, und der deutsche Meister Timo Benitz (LG Nordschwarzwald) waren im Halbfinale ausgeschieden. Olympiasieger Matthew Centrowitz (USA) war im Vorlauf nach gesundheitlichen Problemen ausgeschieden.

22:25 Uhr

4x400-m-Staffel: Deutsche platt, USA schreiben Geschichte

US-Topstar Allyson Felix gewinnt zum Abschluss der WM mit der amerikanischen 4x400-m-Staffel Gold und  ist damit erfolgreichste Leichtathletin in der Geschichte der Weltmeisterschaften. Die USA setzen sich in 3:19,02  Minuten vor Großbritannien (3:25,00) und Polen (3:25,41) durch. Das deutsche Quartett mit Ruth Sophia Spelmeyer (Oldenburg), Laura Müller (Rehlingen), Nadine Gonska und Hannah Mergenthaler (beide Mannheim) kommt nach einem beherzten Rennen auf Platz sechs  (3:27,45). Titelverteidiger Jamaika scheidet aufgrund einer Verletzung der zweiten Läuferin aus.

22:15 Uhr

Przybylko Fünfter im Hochsprung - Barshim Weltmeister

Der Leverkusener Hochspringer Mateusz Przybylko hat bei der Leichtathletik-WM als Fünfter seine erste internationale Medaille verpasst. Der 25-Jährige kam in London mit 2,29 Metern nicht an seine Saisonbestleistung von 2,35 Metern heran.

  • Medaillenlos: Mateusz Przybylko.
    Medaillenlos: Mateusz Przybylko.(Foto: imago/Beautiful Sports)
    Topfavorit Mutaz Essa Barshim aus Katar feierte sein erstes WM-Gold. Der Olympia-Zweite überwand 2,35 Meter und scheiterte knapp an 2,40.
  • Silber gewann der unter neutraler Flagge startende Russe Danil Lysenko mit 2,32 Metern vor dem Syrier Majd Eddin Ghazal (2,29). Routinier Eike Onnen (35) aus Hannover kam mit nur 2,20 Metern auf Rang zehn.
  • Przybylko war am 25. Juni in Bottrop 2,35 Meter gesprungen und als Zweiter der Weltjahresbestenliste hinter Barshim angereist.
  • Bei der Weltmeisterschaft 2015 in Peking und bei den Olympischen Spielen 2016 in Rio de Janeiro war er jeweils in der Ausscheidung gescheitert, diesmal erreichte er die beste Platzierung seiner Karriere.
  • Der Sportsoldat mit polnischen Eltern - Mutter einst Leichtathletin, Vater Fußballer - kommt aus einer sportlichen Familie: Bruder Kacper ist Fußballprofi beim 1. FC Kaiserslautern.
21:32 Uhr

Caster Semenya zum dritten Mal 800-Meter-Weltmeisterin

Die helle Freude: Caster Semenya.
Die helle Freude: Caster Semenya.(Foto: AP)

Caster Semenya ist zum dritten Mal Weltmeisterin im 800-Meter-Lauf. Die 26 Jahre alte Südafrikanerin wurde bei der Leichtathletik-WM in London ihrer Favoritenrolle gerecht und gewann in der Jahresweltbestzeit von 1:55,16 Minuten. Zweite hinter Semenya, die schon Dritte über 1500 Meter war, wurde Francine Niyonsaba aus Burundi in 1:55,92 Minuten vor der Amerikanerin Ajee Wilson (1:56,65). Für Semenya war es bereits das dritte WM-Gold nach 2009 und 2011.

21:02 Uhr

Kenianerin Obiri gewinnt WM-Gold über 5000 Meter

Gold für Kenia: Hellen Obiri.
Gold für Kenia: Hellen Obiri.(Foto: REUTERS)

Die Olympiazweite Hellen Obiri aus Kenia hat bei der Leichtathletik-WM in London Gold über 5000 Meter gewonnen und damit ihren ersten ganz großen Titel geholt. Im Finale setzte sich die 27 Jahre alte Jahresschnellste in 14:34,86 Minuten vor 10.000-Meter-Weltmeisterin Almaz Ayana (Äthiopien/14:42,73) durch, die als Titelverteidigerin angetreten war. Bronze ging an Sifan Hassan aus den Niederlanden (14:40,35). Nachwuchstalent Alina Reh aus Ulm war trotz einer persönlichen Bestleistung im Vorlauf ausgeschieden.

20:14 Uhr

Manchester United startet famos in die Saison

Ganz gut: Romelu Lukaku.
Ganz gut: Romelu Lukaku.(Foto: AP)

Manchester United ist mit Trainer José Mourinho prima in die Saison gestartet. Dem englischen Fußball-Rekordmeister gelang am ersten Spieltag der Premier League ein souveränes 4:0 (1:0) gegen West Ham United. Zugang Romelu Lukaku, der im Sommer vom FC Everton gekommen war, gelang dabei in der 33. Und 52. Minute ein Doppelpack.

  • Außerdem trafen im Old Trafford die Franzosen Anthony Martial (87.) und Paul Pogba (90.).
  • Für West Ham gab der ehemalige Leverkusener Chicharito sein Debüt.
  • Der mexikanische Nationalspieler hatte von 2010 bis 2015 auch für Man United gespielt.
  • Außerdem standen bei den Hammers der englische Nationaltorhüter Joe Hart und der frühere Bremer Marco Arnautovic, der von Stoke City gekommen war, als Neue in der Startelf.
19:32 Uhr

Deutsche Basketballer schlagen Ungarn - knapp

Chris Fleming und nicht namentlich bekannte Cheerleader feuern die deutschen Basketballer an.
Chris Fleming und nicht namentlich bekannte Cheerleader feuern die deutschen Basketballer an.(Foto: dpa)

Also bitte, sie können es ja doch: Die deutschen Basketballer beenden das Vier-Länder-Turnier im russischen Kasan mit einem Erfolgserlebnis. Und das auch ohne die NBA-Profis Dennis Schröder und Daniel Theis. Das stark dezimierte Team von Trainer Chris Fleming schlägt Ungarn mit 67:65 (36:37) und sichert sich im dritten Turnierspiel den zweiten Sieg. Zum Auftakt hatten die DBB-Herren Island mit 90:66 bezwungen, gegen Gastgeber Russland setzte es eine deutliche 60:89-Niederlage. Bester Werfer gegen die international unerfahrenen Ungarn war Robin Benzing mit 25 Punkten. Nach langem Rückstand sicherte der Kapitän fünf Sekunden vor Schluss auch den Erfolg.

18:36 Uhr

Gerüchte: Özil will zum FC Barcelona

Mesut Özil schick gemacht im Wembley-Stadion in London.
Mesut Özil schick gemacht im Wembley-Stadion in London.(Foto: dpa)

Will Mesut Özil zurück nach Spanien? Wie die spanische Zeitung "Don Balon" berichtet, soll der Berater den deutschen Nationalspieler dem FC Barcelona angeboten haben. Der 28-Jährige, der von 2010 bis 2013 bei den Königlichen aus Madrid im Mittelfeld die Fäden zog, soll angeblich den Wunsch geäußert haben, die Gunners zu verlassen. Özil steht noch bis zum Sommer 2018 beim FC Arsenal unter Vertrag.

18:23 Uhr
17:03 Uhr

Bayern-Boss Hoeneß teilt gegen Sammer aus

Uli Hoeneß setzt sich gegen Kritik zur Wehr, die Besetzung des Sportdirektorenpostens beim FCB durch Hasan Salihamidzic sei nur dem Mangel an hochkarätigen Alternativen geschuldet. "Salihamidzic ist doch keine Notlösung", stellt Hoeneß bei "Sky" klar. "Man muss nicht in den Medien dazwischen hauen, sondern intern - und das kann und tut er auch. In den 14 Tagen hat er intern mehr dazwischen gehauen als Mattias Sammer in einem ganzen Jahr." Autsch.

Dem gescheiterten Deal mit Lahm trauert Hoeneß mittlerweile auch nicht mehr hinterher: "Philipp schätzen wir, seinen Berater schätzen wir aber nicht", so Hoeneß. "Den hätten wir aber mit einkaufen müssen, wenn er Sportdirektor geworden wäre. Bei Hasan Salihamidzic gab es keinen Berater. Wir haben das direkt mit ihm geklärt, uns die Hand gegeben und fertig."

16:23 Uhr

Nächste bittere Pleite für Podolski

Der "Podolski-Effekt" beim japanischen Club Vissel Kobe ist wohl schon wieder verpufft. Lukas Podolski und Co. verlieren gegen den FC Tokio 0:1. Das entscheidende Tor fällt erst kurz vor dem Ende. Das Team bleibt nach der dritten Niederlage in Serie mit 29 Punkten Tabellenelfter. Podolski spielte 90 Minuten durch, den Siegtreffer der Gastgeber durch Peter Utaka konnte der Ex-Kölner aber nicht verhindern.

15:46 Uhr

Barton attackiert "Cheerleader" Klopp

Jürgen Klopps Temperament hat auch Kritiker.
Jürgen Klopps Temperament hat auch Kritiker.(Foto: imago/Colorsport)

Beim Premier-League-Auftakt gegen Watford tobte Liverpool-Coach Jürgen Klopp teilweise an der Seitenlinie - mal aus Freude, mal vor Wut. Der gesperrte Profi Joey Barton nahm den Auftritt des Ex-BVB-Trainers zum Anlass, mal richtig Dampf abzulassen.

  • "Er ist kein Titelsammler wie Mourinho oder Guardiola, weswegen wir skeptisch sein sollten. Er scheint ein geerdeter netter Typ zu sein, der mit seinem Charisma überzeugt. Aber ich fürchte mich jedes Mal, wenn er die Außenlinie hoch und runter tanzt. Er wirkt wie ein gigantischer deutscher Cheerleader. Um ein erstklassiger Teammanager zu sein, musst du aber mehr bieten als das, tönt Barton gegenüber "talkSPORT". Außerdem habe er unterirdische Statistiken in Endspielen.
  • Und weiter: "Ich kaufe ihm diese Klopp-Aura nicht ab und auch nicht, dass er ein toller Coach ist. Seine Karriere deutet darauf nicht hin. Er hat einen Ligatitel und einen Pokal mit Borussia Dortmund gewonnen, dann ging es bergab. Er hat Spieler und den Rückhalt verloren und musste gegen den Abstieg kämpfen", so der 34-Jährige weiter.

Da braucht wohl jemand Nachhilfe. Ex-Nationalspieler Barton selbst steht übrigens derweil nur noch außerhalb des Platzes im Rampenlicht. Im April wurde er für 18 Monate gesperrt, weil er in einen Wettskandal verwickelt war.

15:15 Uhr

"Wessis jagen" - Chaoten beschmieren Augsburg-Bus

Unnötig! Wenige Stunden vor dem DFB-Pokalspiel zwischen dem Drittligisten aus Magdeburg und dem Bundesligist aus Augsburg (ab 18.30 Uhr im Liveticker bei n-tv.de) beschmieren unbekannte Chaoten den Mannschaftsbus der Gäste.

  • Parolen wie "Wessis jagen" und "Nur der 1. FCM" sind auf dem schwarzen Vehikel der Süddeutschen zu lesen.
  • Der Bus war vor dem Mannschaftshotel des FCA geparkt gewesen und wurde laut Polizeiauskunft zwischen 2 und 7 Uhr beschmiert.
  • Offenbar gibt es bereits Hinweise darauf, wer den Bus verunstaltet hat.
  • Polizeisprecher Mike von Hoff: "Der Busfahrer des FC Augsburg und weitere Zeugen haben uns Hinweise darauf gegeben, dass sich ein verdächtiges Fahrzeug in der Nähe des Mannschaftsbusses aufgehalten hat."
  • Beide Zeugen haben die Kennzeichen des Wagens notiert. "Wir sind gerade dabei, den Besitzer des Fahrzeugs zu ermitteln und gehen dieser Spur nach."
14:23 Uhr

Aubameyang postet Video und befeuert Wechsel-Gerüchte

Auf dem Platz setzt er Ausrufezeichen, nach Abfiff sorgt er für Fragezeichen: Pierre-Emerick Aubameyang stieg mit seinem Dreierpack beim 4:0-Pokalsieg gegen den Sechsligisten Rielasingen-Arlen zum erfolgreichsten ausländischen Spieler der Vereinsgeschichte auf. Doch in die Freude der BVB-Fans mischt sich ein bitterer Beigeschmack. Denn erst vermied es Aubameyang, ein klares Bekenntnis zum BVB abzugeben. Er werde sehen, was passiert, antwortete er auf die Frage nach seiner Zukunft. In der Nacht postete er auch noch ein Video, das den Dortmunder Fans gar nicht gefallen wird. Dort unterhält sich der BVB-Star mit Fans des AC Milan: "Ich möchte zurück - aber sie schlafen. Was soll ich machen?", fragt Aubameyang.

Heute Morgen fehlte Aubameyang dann beim Training. Dortmund gab als Grund eine leichte Erkältung an.

 

13:48 Uhr

Neymar gibt sein Debüt bei PSG - ohne Draxler

Julian Draxler soll nicht an einem vorzeitigen Abgang aus Paris interessiert sein.
Julian Draxler soll nicht an einem vorzeitigen Abgang aus Paris interessiert sein.(Foto: imago/PanoramiC)

Seit der 222-Millionen-Transfer von Neymar zu Paris-Saint Germain durch ist, wird verstärkt über die Zukunft von Julian Draxler spekuliert. Der deutsche Weltmeister könnte zum großen Verlierer des Neymar-Deals werden, schließlich spielt Neymar auf Draxlers Position im offensiven Mittelfeld.

  • Beim Debüt von Neymar im Ligue-1-Spiel bei EA Guingamp (21.00 Uhr) steht Draxler jedenfalls nicht im Kader.
  • Warum Trainer Unai Emery so entschieden hat, ist uns nicht bekannt.
  • Schon zum Liga-Auftakt gegen den SC Amiens (2:0) war Draxler nicht berücksichtigt worden, es halten sich Wechselgerüchte.
13:13 Uhr

Weltmeister Vetter stichelt gegen Ex-Trainer

Johannes Vetter zeigte es nicht nur der ganzen Welt, sondern vor allem seinen ehemaligen Betreuern in Dresden.
Johannes Vetter zeigte es nicht nur der ganzen Welt, sondern vor allem seinen ehemaligen Betreuern in Dresden.(Foto: imago/Sebastian Wells)

Johannes Vetter holte gestern die erste deutsche Gold-Medaille bei der Leichtathletik-WM in London. In der Stunde des Triumphs rechnete der frischgebackene Speerwurf-Weltmeister mit jenen ab, die ihm so etwas nie zugetraut hätten. "Ich glaube, die in Dresden werden sich jetzt gewaltig in Arsch beißen", sagt der 24-Jährige und schob noch hinterher: "Das sollen sie auch tun."

12:58 Uhr

Ein Jahr nach Rio-Drama - Franzose holt Geher-Gold

(Foto: REUTERS)

Für Yohann Diniz geht ein Traum in Erfüllung: Ein Jahr nach seinem spektakulären Zusammenbruch bei den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro holt sich der französische Geher den Weltmeister-Titel über 50 km. Er setzt sich auf der Prachtstraße The Mall am Buckingham Palace in herausragenden 3:33:11 Stunden überlegen vor dem Japaner Hirooki  Arai (3:41:17) durch. Diniz' Vorsprung von 8:06 Minuten war der mit Abstand größte in der Geschichte der Geher-Wettbewerbe. Seine Siegerzeit ist die zweitbeste jemals erzielte, nur er selbst war bei seinem Weltrekord bei den Europameisterschaften 2014 in Zürich schneller.

12:25 Uhr

Hoeneß lobt BVB-Marschroute im Fall Dembélé

"Man muss als großer Verein - und das ist Borussia Dortmund - auch mal Stärke zeigen", stellt Bayern-Präsident Uli Hoeneß klar und lobt den Liga-Konkurrenten. Dieser habe sich in der Causa Dembélé "bislang sehr klug" verhalten. Hoeneß unterstützt die BVB-Marschroute, entweder den gewünschten Preis für Dembélé zu erhalten oder den Ablauf der Transferfrist abzuwarten. Dabei ist für Hoeneß eines entscheidend: "Nur, weil Dembélé keine Ausstiegsklausel hat, hat Borussia Dortmund das Heft des Handelns in der Hand."

Könnte ein Fall wie jetzt in Dortmund auch den Bayern passieren? Beim FC Bayern lehne man Ausstiegsklauseln grundsätzlich ab, so Hoeneß und tönt: "Ein Vertrag bei Bayern München wird von Bayern München entschieden und sonst von niemandem." 

12:00 Uhr

Scharapowa sagt für Turnier in Cincinnati ab

Maria Scharapowa muss  beim WTA-Turnier in Cincinnati passen. Der Grund: eine Armverletzung.

  • Damit erlitt die Russin beim Comeback nach ihrer Dopingsperre einen erneuten Rückschlag.
  • Die 30-Jährige traf die Entscheidung auch, um ihren Start bei den US Open nicht zu gefährden.
  • Das letzte Grand-Slam-Turnier der Saison beginnt in zwei Wochen in New York.
11:43 Uhr

Nagelsmann kritisiert Dembélés Wechsel-Theater

Während man beim BVB noch versucht, im Wechsel-Theater um Ousmane Dembélé das Gesicht zu wahren, wird die Kritik an dem jungen Franzosen immer lauter.

  • Julian Nagelsmann reagiert so: "Ich kann im normalen Leben auch nicht einen Vertrag für ein Darlehen unterschreiben und dann nach drei Wochen zur Bank gehen und sagen, ich habe keinen Bock mehr, den Kredit zurückzubezahlen, macht, was ihr wollt", sagt der 1899-Coach.
  • An Verträge müsse man sich halten. "Und so finde ich es beim Spieler genauso".
  • Insgesamt könne er den Fall Dembélé aus der Ferne und ohne Hintergrundwissen aber nicht wirklich beurteilen. Nur auf sein Team ummünzen. "Würde das hier passieren, fände ich das nicht gut", sagt Bundesliga-Coach des Jahres.
  • "Wenn der Spieler weg will und sich die Clubs einigen, dann ist das was anderes. Aber Dembélé hat unterschrieben, um bei Dortmund zu spielen, und dann soll er, wenn es denn so war, wie geschrieben, auch nicht vom Training wegbleiben", sagt Nagelsmann.
11:10 Uhr

Zverev fordert Federer in Montréal

Alexander Zverev ist nicht zu stoppen: Der deutsche Tennisprofi eilt auch in Montreal von Sieg zu Sieg.
Alexander Zverev ist nicht zu stoppen: Der deutsche Tennisprofi eilt auch in Montreal von Sieg zu Sieg.(Foto: USA Today Sports)

Jung gegen Alt - das Tennisfinale von Montréal wird zum Duell der Generationen:

  • Alexander Zverev trifft auf Altmeister Roger Federer.
  • Im Halbfinale konnte dem 20-Jährigen auch der kanadische Jungstar Denis Shapovalov nichts anhaben.
  • Zverev gewann gegen den Nadal-Bezwinger mit 6:4, 7:5.
  • Federer, 16 Jahre älter als Zverev, besiegte den Niederländer Robin Haase mit 6:3, 7:6 (7:5).
10:40 Uhr

Basketballer Schröder droht mit Abschied

Dennis Schröder ist Deutschlands bester Basketballer. Doch einige haben ein Problem mit seiner Art.
Dennis Schröder ist Deutschlands bester Basketballer. Doch einige haben ein Problem mit seiner Art.(Foto: dpa)

Verliert die deutsche Basketball-Nationalmannschaft ausgerechnet ihren besten Spieler? NBA-Star Dennis Schröder fordert vom Deutschen Basketball Bund mehr Rückendeckung - ansonsten droht der 23-Jährige mit seinem Abschied aus der Nationalmannschaft.

  • "Wenn eine Zeitung negativ über einen Spieler berichtet, dann muss der Verband hinter ihm stehen. Wenn das nicht so ist, bin ich eben in Zukunft raus", sagt Schröder der "WamS".
  • Der Braunschweiger war bei der EM in Berlin 2015 nach dem Ausscheiden des deutschen Teams scharf kritisiert worden. Experten hatten ihm Egoismus auf dem Feld vorgeworfen.
  • Er habe danach mit dem Gedanken gespielt, aus dem Nationalteam zurückzutreten, sagte Schröder: "Ich habe den Verantwortlichen auch gesagt, dass es so nicht geht. Sie haben mich aber verstanden und wollen alles dafür tun, dass wir Spieler Unterstützung spüren. Ich hoffe, dass so etwas nie wieder passiert."
10:09 Uhr

BVB: Dembélé bleibt suspendiert

(Foto: dpa)

Und da ist sie schon, die Nachricht, auf die Tausende Fußballfans sehnsüchtig warten: Ousmane Dembélé bleibt "bis auf Weiteres" suspendiert. Das teilt der BVB mit. Weitere Angaben über den vermeintlich bevorstehenden Transfer seines Supertalents zum FC Barcelona gibt es - wie zu erwarten - nicht. Nur soviel: "Unser Fokus liegt jetzt auf einer konzentrierten Vorbereitung der Mannschaft auf den Bundesliga-Auftakt am kommenden Wochenende in Wolfsburg", sagt Sportdirektor Michael Zorc. Selbstverständlich bestehe für den jungen Franzosen "die Möglichkeit, ein individuelles Training abseits der Gruppe zu absolvieren".

Mehr zum Wechseltheater lesen Sie hier und hier.

09:53 Uhr

Faustschlag - Eintracht-Fan schwebt in Lebensgefahr

Eintracht-Fans in Siegen.
Eintracht-Fans in Siegen.(Foto: imago/Jan Huebner)

Die hässliche Fratze des Fußballs zeigte sich gestern Abend in Siegen: Dort wurde ein Frankfurter Fußballfan nach dem DFB-Pokalspiel gegen TuS Erndtebrück ins Krankenhaus geprügelt. Ein Unbekannter schlug dem 42-Jährigen an einem Getränkestand so brutal mit der Faust ins Gesicht, dass er zu Boden stürzte und heftig mit dem Kopf aufschlug. Der Schläger ging danach einfach weiter und konnte bislang nicht ausfindig gemacht werden. Der angegriffene Fan schwebt in Lebensgefahr. Eintracht Frankfurt gewann das Auswärtsspiel beim Regionalliga-Aufsteiger TuS Erndtebrück mit 3:0.

09:26 Uhr

Causa Dembelé, Damen-Staffel und SF Dorfmerkingen

Guten Morgen verehrte Leser,

Ein Krampf. Ausgerechnet im letzten Rennen: Usain Bolt am Boden.
Ein Krampf. Ausgerechnet im letzten Rennen: Usain Bolt am Boden.(Foto: imago/Beautiful Sports)

Was für ein Drama war das gestern Abend bei der WM in London! Ein Schrei, ein Fall – und Usain Bolt lag am Boden. 50 Meter vor dem Ziel des Staffel-Finals ging der Megastar als Schlussläufer der Jamaikaner verletzt zu Boden. Und das im letzten Rennen seiner Karriere. Das wünscht man wirklich niemanden. Jetzt steht fest:  Es war ein Krampf in seiner linken hinteren Oberschenkel-Muskulatur. Dazu später mehr.

Heute stehen noch einmal zehn Entscheidungen in London an, darunter vier im Gehen mit der 50-Kilometer-Premiere der Frauen.

Die Highlights des Sonntags:

  •  
    Lob? Kritik? Her damit!

    Liebe Leser,

    Sie wollen Kritik üben, Lob loswerden oder uns einfach nur mal schreiben? Immer her damit, der Sport-Tag freut sich über Ihr Feedback. Sie erreichen uns via sporttag(at)nama.de oder über Twitter unter @ntvde_sport.

    Ihr/Euer Sport-Tag

    Im 50 Kilometer Gehen (08.45) sind die Frauen auf der längsten Strecke dabei - und dürfen gemeinsam mit den Männern starten. Ob die sieben Frauen aber Werbung für ihre Schatten-Disziplin machen, ist sehr fraglich. Bei den Männern sind auch zwei deutsche Geher am Start: Carl Dohmann (Baden-Baden) und der Erfurter Karl Junghannß.
  • Im 20 Kilometer Gehen (15.20) will es Christopher Linke diesmal wissen. "Wenn ich am Sonntag wieder Bestzeit gehen kann, dann gewinne ich auf jeden Fall eine Medaille", sagt der Sportsoldat aus Potsdam. Mit dem Olympia-Fünften Linke am Start sind seine Clubkollegen Nils Brembach und Hagen Pohle.
  • Im Hochsprung (20.00) hat Mateusz Przybylko in dieser Saison mit seinen 2,35 Metern aufhorchen lassen. Nun steht der 25-Jährige aus Leverkusen im Finale - 2,31 Meter in der Qualifikation sind ein Mutmacher. Auch Routinier Eike Onnen (Hannover) ist dabei. Endlich WM-Gold im Stadion will Mutaz Essa Barshim - ein großer internationaler Titel fehlt dem Mann aus Katar noch. Mit seiner Saisonbestleistung von 2,38 Metern zählt er erneut zu den heißen Medaillenkandidaten.
  • Im Diskuswurf (20.10) hat sich Julia Harting ins Finale gezittert. Als Elfte mit 61,70 Metern kam die Berlinerin gerade so weiter. Nadine Müller aus Halle/Saale darf auf ihre dritte Medaille nach Silber 2011 und Bronze 2015 hoffen. Die 31-Jährige warf 63,35 Meter. Bereits in der Qualifikation überzeugte Top-Favoritin Sandra Perkovic: Die zweimalige Olympiasiegerin aus Kroatien war mit 69,67 Metern einmal mehr die Beste.
  • Über 4 x 400 Meter der Frauen (21.55) steht erstmals seit acht Jahren eine deutsche Staffel im Finale - bei der Heim-WM 2009 in Berlin gab es Platz vier. Titelverteidiger ist Jamaika, mit den Staffeln aus den USA und Großbritannien ist beim Kampf um die Podestplätze erneut stark zu rechnen.

Der Ball rollt natürlich auch wieder.

Im DFB-Pokal stehen folgende Spiele an:

15.30 Uhr:

  • SV Morlautern - SpVgg Greuther Fürth
  • FC Schweinfurt 05 - SV Sandhausen
  • SF Dorfmerkingen - RB Leipzig
  • VfL Osnabrück - Hamburger SV
  • TSV 1860 München - FC Ingolstadt 04
  • Bonner SC - Hannover 96
  • Eintracht Norderstedt - VfL Wolfsburg
  • 1. FC Saarbrücken - 1. FC Union Berlin
  • FC Nöttingen - VfL Bochum

18:30 Uhr:

  • Energie Cottbus - VfB Stuttgart
  • 1. FC Magdeburg - FC Augsburg
  • SV Wehen Wiesbaden - Erzgebirge Aue

Premier League

  • 14.30 Uhr: Newcastle United - Tottenham Hotspur
  • 17.00 Uhr: Manchester United - West Ham United

Ligue 1

  • 21.00 Uhr: EA Guingamp - Paris St. Germain

Italienischer Supercup

  • 20.45 Uhr: Juventus Turin - Lazio Rom

Spanischer Supercup

  • 22.00 Uhr: FC Barcelona - Real Madrid (Hinspiel)

Außerdem soll heute eine Entscheidung über die Zukunft des streikenden Supertalents Ousmane Dembelé fallen - und zwar diesbezüglich, ob die Suspendierung des Franzosen aufgehoben wird. BVB-Coach Peter Bosz meldete sich gestern zu Wort und gab eine neue Wasserstandsmeldung ab, ob der Dribbelkünstler ab Montag wieder im Training erscheinen wird. In wenigen Stunden wissen wir mehr. Und last but not least hat sich mein Kollege Christian Bartlau den 1. FC Köln etwas genauer angeschaut. Seine Prognose für die am nächsten Wochenende startende Saison gibts später. Unbedingt lesen! Mein Name ist Diana Sierpinski, ich hoffe auf einen spannenden Sport-Sonntag.

Anpfiff!