Sport
Mittwoch, 13. September 2017

Der Sport-Tag: Medien: Wehrleins Zukunft scheitert an Alkohol-Sponsoren

Pascal Wehrlein war 2016 von der DTM in die Formel 1 gewechselt.
Pascal Wehrlein war 2016 von der DTM in die Formel 1 gewechselt.(Foto: imago/LAT Photographic)

Es gibt ja bekanntlich nichts, was es nicht gibt. Aber das ist schon eine besondere Nummer: Da gibt es einen Formel-1-Talent - Pascal Wehrlein - , da gibt es Rennställe, die den 22-Jährigen verpflichten würden - und dann scheint das alles an Sponsoren zu scheitern, berichtet die "Auto, Motor und Sport". Besonderen Sponsoren nämlich - promillehaltige Spirituosen-Hersteller.

Wehrlein sucht ein Team für 2018 - für Sauber wird er nicht fahren. Mercedes-Sportchef Toto Wolff möchte Wehrlein halten, aber auch bei Williams und Force India sind die Türen wohl zu. Denn deren Sponsoren sind Martini und Johnnie Walker. Wer als Werbeträger für die Unternehmen auftreten will, muss in einigen Ländern mindestens 25 Jahre alt sein - im Team müsste also mindestens ein Fahrer mit diesem Alter im Cockpit sitzen.

Problem: Bei Williams müsste Lance Stroll das Team verlassen, damit Wehrlein fahren kann. Dann wäre mit Felipe Massa ein Fahrer im richtigen Alter dabei. Doch Strolls Vater Lawrence hält Anteile am Team - und so wird der Sohn wohl kaum das Cockpit räumen. Bei Force India müsste wiederum Esteban Ocon gehen, dann wäre Sergio Perez mit 27 Jahren noch im Team. Doch Force-India-Sportdirektor Otmar Szafnauer stellt bei "Auto, Motor und Sport" fest: "Wir wollen Ocon behalten."

Lange Rede, kurzer Sinn: Für Pascal Wehrlein wird die Zukunft in der Formel 1 verdammt ungewiss.

Quelle: n-tv.de