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Tja, wird wohl doch nix mit dem neuen Qualifying-Format - Bernie Ecclestone hätte damit kein Problem.
Tja, wird wohl doch nix mit dem neuen Qualifying-Format - Bernie Ecclestone hätte damit kein Problem.(Foto: imago/Crash Media Group)

Doch keine Formel-1-Revolution?: Ecclestone stellt Qualifying-Format in Frage

Mit Beginn dieser Saison soll es in der Motorsport-Königsklasse ein neues Qualifying-System geben. Doch wegen technischer Probleme wird die Einführung verschoben. Formel-1-Boss Bernie Ecclestone kommt das ganz recht, denn das neue Format taugt ihm nicht.

Bleibt doch alles wie es ist? Formel-1-Chef Bernie Ecclestone hat erneut Zweifel an der Einführung des revolutionären Qualifying-Formats geweckt. "Wir müssen abwarten, ob die angekündigten Veränderungen nicht noch gekippt werden", sagte der 85-Jährige dem Wirtschaftsmagazin "Forbes" weniger als eine Woche nach der Präsentation der neuen Pläne. Der Weltrat des Motorsport-Dachverbandes FIA muss die Veränderungen noch absegnen.

In Barcelona könnte das neues System im Mai erstmals Anwendung finden.
In Barcelona könnte das neues System im Mai erstmals Anwendung finden.(Foto: imago/HochZwei)

Die Strategiegruppe und die Formel-1-Kommission, die ersten beiden Entscheidungsinstanzen der Königsklasse, hatten der Einführung des neuen Modus zur Ermittlung der Startplätze zugestimmt. Das neue Format soll im Stile eines Ausscheidungsrennens durchgeführt werden, in dem nach einer Einrollphase jeweils im 90-Sekunden-Takt der schwächste Fahrer fliegt.

Barcelona statt Melbourne?

Ursprünglich sollte es bereits beim ersten Rennen der Saison in Melbourne am 20. März Anwendung finden. Da die nötige Software zur Überwachung des geänderten Systems nicht rechtzeitig fertig wird, gilt nun der Grand Prix Mitte Mai in Barcelona als möglicher Starttermin.

Bernie Ecclestone kommen die technischen Probleme offenbar ganz gelegen: Schon am vergangenen Wochenende hatte er der angedachten Einführung zum Saisonstart eine Absage erteilt. Gegenüber der englischen Zeitung "The Independent" hatte er erklärt: "Man muss auch eine umfangreiche Software entwickeln, um unter anderem dem TV-Zuschauer das neue Reglement nahezubringen. Es reicht nicht, wenn man sagt: Okay, du warst der Langsamste, bye-bye. Das Ganze beinhaltet einen komplizierten Prozess, den wir dem Betrachter verständlich machen müssen."

Seine Idee sei es gewesen, im Falle einer Änderung mit zusätzlichen Zeitstrafen zu arbeiten. "Wenn ein Junge die Pole holt und schon das vorherige Rennen gewonnen hat, sollte er so viele Sekunden addiert bekommen, dass er sich durch das Feld bis zur Führung kämpfen muss. Das hätte den Vorteil, dass der Pole-Mann nicht einfach auf Nimmerwiedersehen vorne wegzieht", erklärte Ecclestone. "Das wäre ein aufregendes Rennen." Doch die Teams überstimmten den Formel-1-Geschäftsführer. "Die sind völlig verrückt", sagte der Formel-1-Chef dazu.

Quelle: n-tv.de

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