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Formel 1 ohne Ferrari? Nicht vorstellbar. Genau darauf dürfte der Rennstall mit seiner subtilen Drohung setzen.
Formel 1 ohne Ferrari? Nicht vorstellbar. Genau darauf dürfte der Rennstall mit seiner subtilen Drohung setzen.(Foto: REUTERS)
Freitag, 03. November 2017

Zoff um neuen Motorenplan: Ferrari kokettiert mit Formel-1-Ausstieg

Die Formel 1 braucht ab 2021 neue Motoren, ein erstes Konzept liegt den Rennställen vor. Den Richtungsstreit um die F1-Zukunft kann es nicht entschärfen. Ferrari deutet nun sogar das Undenkbare an: sich notfalls aus der Königsklasse des Motorsports zu verabschieden.

In der Diskussion um den neuen Motorenplan für die Formel 1 hat Ferrari-Patron Sergio Marchionne im äußersten Fall auch einen Rückzug des Traditionsrennstalls nicht ausgeschlossen. "Was ich weiß ist, dass die Formel 1 seit dem Tag unserer Geburt Teil unserer DNA ist. Es ist nicht so, dass wir uns anders definieren können. Wenn wir aber den Sandkasten bis zu einem Grad verändern, wo er als Sandkasten unkenntlich wird, will ich nicht mehr mitspielen", sagte Marchionne laut Medienberichten.

Finanziell sei ein möglicher Ausstieg der Scuderia aus der Königsklasse des Motorsports kein Nachteil für den Konzern. Marchionne würde sich nach eigener Behauptung sogar "sauwohl fühlen", der Chef zu sein, der Ferrari aus der Formel 1 zurückzieht. Er würde dann an einer "alternativen Strategie" zur Rennserie arbeiten, meinte der 65-Jährige. Ferrari ist als einziger Rennstall seit dem ersten Grand Prix 1950 in der Formel 1 dabei.

Ende 2020 laufen das aktuelle Motorenreglement sowie das sogenannte Concorde Agreement aus. In diesem Grundlagenvertrag ist die Verteilung der Einnahmen geregelt. Formel-1-Eigner Liberty Media will die Rennserie zukunftsfähig machen. Dazu gehört unter anderem eine Kostenreduzierung, die auch durch billigere und einfachere Motoren erreicht werden soll. Ein erster Entwurf zu den künftigen Aggregaten war am Dienstag präsentiert worden.

"Liberty hat ein paar gute Absichten, eine davon ist die Reduzierung der Kosten für die Teams, was eine gute Sache ist", sagte Marchionne. Dem stünde aber gegenüber, dass die beabsichtigte künftige Strategie den Motoren ihre Einzigartigkeit nehme. Unter anderen hatte auch Branchenprimus Mercedes Vorbehalte zum Plan des Rechteinhabers und des Motorsportweltverbands Fia geäußert.

Quelle: n-tv.de

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