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Wer siegt, muss mehr zahlen: Fia kassiert von Formel-1-Teams

Der Dachverband Fia erhöht die Gebühren für die Formel-1-Rennställe und geht dabei seinen eigenen Weg: Erfolgreiche Teams werden nicht belohnt, sondern vom Automobil-Fachverband künftig stärker zur Kasse gebeten. Grund für Mitlied gibt es aber nicht, schließlich verdienen die Topteams auch mehr viel Geld als die Hinterbänkler.

Wer in der Formel 1 gewinnt, wird neuerdings zur Kasse gebeten. Erstmals müssen Teams für ihre Punkte und Erfolge dem Internationalen Automobilverband Fia-Prämien überweisen. Zugrunde gelegt werden die Ergebnisse des jeweiligen Vorjahres. Fällig werden 5000 Dollar (3860 Euro) für jeden Punkt. Der Gewinner der Konstrukteurswertung, in den vergangenen beiden Jahren Red Bull mit Doppelweltmeister Sebastian Vettel, muss pro Zähler 6000 Dollar (4630 Euro) berappen. Zudem wurde die Startgebühr auf 500.000 Dollar hochgesetzt. Sie betrug bislang 399.800 Dollar.

Das bedeutet, dass Red Bull nach aktuellem Stand umgerechnet 2.942.000 Dollar an die FIA überweisen müsste. Allerdings dürfte sich die Summe bei den Rennen an diesem Sonntag in Abu Dhabi, wo das österreichische Team zum dritten Mal nacheinander das Klassement gewinnen kann, in Austin (US-Bundesstaat Texas) und im brasilianischen Sao Paulo noch erhöhen. Im vergangenen Jahr erreichte Red Bull letztlich 650 Punkte - damit hätte das Team 4,4 Millionen Dollar zahlen müssen.

Top Teams spüren Änderung

Mercedes-Sportchef Norbert Haug (l.) kann sich nicht so recht freuen, dass ihm seine Fahrer mit wenigen Punkten Geld sparen.
Mercedes-Sportchef Norbert Haug (l.) kann sich nicht so recht freuen, dass ihm seine Fahrer mit wenigen Punkten Geld sparen.(Foto: dpa)

"Für die Teams, die unter den Top drei oder vier in der WM landen, macht es einen größeren Unterschied aus", kommentierte MercedesAMG-Teamchef Ross Brawn die Änderung. "Wir wären froh, wenn wir das Problem hätten, das hieße, wir hätten viele Punkte gesammelt", meinte der Brite in Abu Dhabi mit britischem Humor.

Mercedes müsste - Stand vor dem Rennen in Abu Dhabi - aufgrund der 136 bis dahin erreichten Punkte inklusive Startprämie 1.180.000 Dollar überweisen - etwas mehr als ein Drittel der Red-Bull-Summe.

Mehr Erfolg heißt auch mehr Geld

Vergessen werden darf dabei aber nicht, dass wiederum die Gelder, die aus den TV-Einnahmen durch das Formula One Management von Bernie Ecclestone in die Kassen der Teams fließen, nach den Platzierungen in dem Konstrukteurs-Klassement ausgeschüttet werden. Und da hat Red Bull wiederum in den vergangenen beiden Jahren abgeräumt - und dürfte es auch in dieser Saison wieder. Es wird von einer Prämie jeweils um die 50 bis 60 Millionen Euro ausgegangen.

Dem Verband von Präsident Jean Todt dürften die neuen Gebühren und die gestiegene Zahlung für die Startberechtigung Mehreinnahmen von rund 16 Millionen Dollar (12,35 Millionen Euro) bescheren. Die neuen Gebühren hatte die FIA im Sportreglement für 2013 veröffentlicht. Das Geld für die Saison 2013 muss von den Teams bis zum 30. November dieses Jahres überwiesen werden, fünf Tage nach dem Finale in Brasilien.

Quelle: n-tv.de

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