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Die große Show bekam Nico Rosberg zum Gewinn seines WM-Titels. Ähnlich könnte es demnächst öfter in der Formel 1 zugehen.
Die große Show bekam Nico Rosberg zum Gewinn seines WM-Titels. Ähnlich könnte es demnächst öfter in der Formel 1 zugehen.(Foto: dpa)
Montag, 20. März 2017

Lewis Hamilton ist "fabelhaft": Formel-1-Boss plant Super-Bowl-Spektakel

Mehr Show, mehr Stars, mehr Publikum: Der neue Formel-1-Chef Chase Carey plant Großes für die kommende Saison. Er findet dafür prominente Unterstützer. Und schwärmt ganz besonders für einen Fahrer, der bereits perfekt in sein Konzept passt.

Der neue Formel-1-Chef Chase Carey will die Fahrer in der Motorsport-Königsklasse wieder mehr in den Mittelpunkt rücken und zum wichtigsten Teil der Show machen. "Wir wollen, dass sie alle Stars sind", sagte der Amerikaner in einem Interview der britischen Zeitung "The Times".

Der neue Formel-1-Boss Chase Carey will die Formel 1 aufpeppen und mehr Show bieten.
Der neue Formel-1-Boss Chase Carey will die Formel 1 aufpeppen und mehr Show bieten.(Foto: Diego Azubel/EPA/dpa)

Carey traf sich demnach bereits mit mehreren Piloten und schwärmte von Dreifach-Weltmeister Lewis Hamilton. Dieser sei "fabelhaft". Der 32 Jahre alte Brite gilt als großer USA-Liebhaber, verbringt viele Wochen im Jahr in Amerika. Er passt ins Bild einer PS-Show unter amerikanischer Flagge. Hamilton startet als Top-Favorit in die Saison, die an diesem Wochenende mit dem Großen Preis von Australien in Melbourne beginnt. Es wird der Nachfolger seines bisherigen Teamkollegen Nico Rosberg gesucht, der nach seinem ersten WM-Triumph zurückgetreten war.

"Sie wollen die Bernie-Ära loswerden"

Die Rennen müssten wieder spannender und weniger vorhersehbar werden, ist sich Carey mit Mercedes-Boss Niki Lauda einig. Der hatte erst am Samstag bekräftigt, dass der Sport attraktiver werden müsse, "damit mehr Leute zu den Rennen kommen oder im Fernsehen zuschauen". Eindeutig weniger einig ist sich dagegen der ehemalige Formel-1-Chef mit dem neuen. Bernie Ecclestone jammerte am Wochenende: "Sie wollen die Bernie-Ära loswerden." Er fühlt sich kaltgestellt. Dabei sagt Carey, dass er ein-, zweimal in der Woche noch mit seinem Vorgänger telefoniere.

Laut eigener Aussage nimmt er die Kritik an der Formel 1 auf, die er gehört hat, seitdem er den Posten im September übernahm. Die Regeln seien zu kompliziert geworden. "Die Ingenieure haben die Fahrer überholt, also müssen wir dafür sorgen, dass die Fahrer wieder nach vorn kommen", so Carey gegenüber der "Times".

Zudem hofft er auf ein weiteres Rennen in den USA ab 2019. Bisher ist Austin im Rennkalender vertreten. Wenn, dann soll es aber ein "multi-dimensionales Event" werden. Carey plädiert für ein Straßenrennen wie in Monaco oder Singapur: Rennsport mit Essen, Musik und Ausstellungen. Er möchte jeden Grand Prix zu einem "Super Bowl" machen.

Quelle: n-tv.de

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