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Jean-Eric Vergne ist aus dem Rennen um das zweite Red-Bull-Cockpit neben Sebastian Vettel.
Jean-Eric Vergne ist aus dem Rennen um das zweite Red-Bull-Cockpit neben Sebastian Vettel.(Foto: AP)

Vettels neuer Teamkollege bei Red Bull: Kandidaten-Trio schrumpft zum Duo

Der Australier Mark Webber verlässt die Formel 1 am Saisonende, damit wird sein Cockpit bei Red Bull frei. Deshalb schießen die Spekulationen ins Kraut, wer neuer Teamkollege von Weltmeister Sebastian Vettel wird. Nun ist entschieden: Jean-Eric Vergne wird es nicht.

Sebastian Vettels Formel-1-Rennstall Red Bull Racing will schon in wenigen Wochen bekanntgeben, wer in der neuen Saison Teamkollege des dreimaligen Weltmeisters wird. Die Entscheidung soll dabei zwischen Ex-Champion Kimi Räikkönen und Youngster Daniel Ricciardo fallen. "Wir nehmen uns in der Sommerpause Zeit, um nachzudenken, dann werden wir es in Spa (Anm. d. Red.: 25. August) oder Monza (8. September) bekannt geben. Später wird es nicht", sagte Red-Bull-Teamchef Christian Horner vor dem Großen Preis von Ungarn (Sonntag, 14.00 Uhr/RTL und n-tv.de Liveticker), dem letzten Rennen vor der Pause.

Daniel Ricciardo empfahl sich zuletzt im Red Bull für den Job an Vettels Seite.
Daniel Ricciardo empfahl sich zuletzt im Red Bull für den Job an Vettels Seite.(Foto: dpa)

Anwärter auf die Nachfolge des scheidenden Australiers Mark Webber war neben Räikkönen (Finnland/Lotus) und Ricciardo (Australien) lange Zeit auch dessen Toro-Rosso-Kollege Jean-Eric Vergne (Frankreich). Dieser ist nun aber offenbar aus dem Rennen. "Er hat sich sehr gut entwickelt", sagte der 39-jährige Horner, "aber im Moment ist es vielleicht noch zu früh für ihn. Wir wollen die zwei möglichst schnellsten und stärksten Fahrer für nächstes Jahr, Kimi und Daniel sind extrem gute Optionen."

Überzeugender Test in Silverstone

Ricciardo hatte, ander als Vergne, beim Young Driver Test in Silverstone neben Runden im Wagen des Red-Bull-Schwesterteams Toro Rosso auch den RB9 gesteuert und überzeugt. "Ricciardo hat dort einen exzellenten Job gemacht", sagte auch Red-Bull-Besitzer Dietrich Mateschitz zu Autosport.com. "Daniel hat sich sehr gut geschlagen", sagte Horner: "Wir hatten ja auch die Möglichkeit, ihn mit Vettel zu vergleichen, der am folgenden Tag im Auto saß."

Die Entscheidung über Webbers Nachfolge bei Red Bull liegt zu großen Teilen aber auch bei Räikkönen. Der WM-Dritte hinter Vettel und Fernando Alonso (Spanien/Ferrari) hat sich bislang noch nicht entschieden, ob er nach Auslaufen seines Vertrages bei Lotus zum Ende der Saison das Team wechselt. Dass der erfahrene Finne die deutlich teurere Variante für die kommende Saison ist, spiele für Red Bull keine Rolle, sagte Horner: "Das ist nicht wirklich ein Element in unserer Entscheidungsfindung."

Räikkönen selbst wollte auch in Budapest keine Hinweise auf seine künftigen Pläne geben. "Ich weiß noch nicht was passiert, wir müssen abwarten", sagte Räikkönen: "Es gibt nicht den einen Faktor, von dem es abhängt. Es geht um das Gesamtpaket. Es muss sich für mich einfach richtig anfühlen."

Quelle: n-tv.de

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