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Am zweiten Testtag in Spanien hatte Weltmeister Sebastian Vettel eine Schraube locker.
Am zweiten Testtag in Spanien hatte Weltmeister Sebastian Vettel eine Schraube locker.(Foto: dpa)

McLaren-Neuling Perez dreht auf: Lockeres Rad bremst Vettel aus

Bis zur Mittagspause läuft noch alles wie am Schnürchen. Dreifach-Weltmeister Sebastian Vettel bestimmt auch am zweiten Testtag in Barcelona das Tempo. Dann bremst ihn sein eigener Red Bull aus, ein loses Rad macht Probleme. Die Bestzeit schnappt sich Sergio Pérez.

Rasanter Debütant: Sergio Perez hat seinen neuen McLaren schon ganz gut im Griff.
Rasanter Debütant: Sergio Perez hat seinen neuen McLaren schon ganz gut im Griff.(Foto: dpa)

So hatte sich Sebastian Vettel den zweiten Testtag auf dem Circuit de Catalunya nördlich von Barcelona nicht vorgestellt. Eine gute dreiviertel Stunde vor Streckenschließung musste der dreimalige Formel-1-Weltmeister seinen neuen Red Bull unfreiwillig abstellen. Grund: Probleme am Rad.

Bis zur Mittagspause war Vettel auf den schnelleren weichen Reifen in 1:22,197 Minuten noch der schnellste Fahrer gewesen. Die Tagesbestzeit sicherte sich schließlich der Mexikaner Sergio Pérez. Der McLaren-Neuzugang benötigte für seine schnellste Runde auf dem 4,655 Kilometer langen Grand-Prix-Kurs 1:21,848 Minuten. Dahinter kam trotz seiner Probleme Vettel vor seinem finnischen Kumpel Kimi Räikkönen im Lotus.

Lieber jetzt als im Rennen

"Man hat gesehen, dass wir ein bisschen länger unterwegs sein wollten. Es hat leider nicht ganz geklappt. Aber lieber passieren uns gewisse Dinge hier als während der Saison", sagte Vettel und fügte hinzu: "Zum Schluss war das Rad nicht ganz fest und deshalb musste ich abstellen. Leider konnten wir dann nicht mehr rechtzeitig rausfahren." Der Heppenheimer beschwichtigte: "Die zwei, drei Dinge, die uns heute passiert sind, sind nicht allzu tragisch und nicht so schwer zu beheben."

Vettel kam nach einem Durchgang auf harten Reifen eine gute dreiviertel Stunde vor Ende zum vierten Mal an die Box. Kurz nach dem Ausfahren war dann schon wieder Schluss - Rote Flaggen. Der 25-Jährige musste nach seinem Stopp den RB9 kurz nach dem Boxenausgang ausrollen lassen. Der an den Seiten violett schimmernde Rennwagen wurde mit einer Plane abgedeckt und abtransportiert. Nach der Zwangspause durften die anderen Fahrer wieder auf die Strecke.

Beste Bedingungen im Sonnenschein

Bis zum Aus hatte Vettel keine offensichtlichen Probleme. Er unterbot sogar bis zur Mittagspause Nico Rosbergs 1:22,616 Minuten vom Vortag deutlich auf der schnellsten seiner 43 Runden. Allerdings ließen die Bedingungen seine Zeit auch zu: Die Sonne über dem Kurs brachte die Strecke wesentlich besser auf Temperatur als noch am wolkenverhangenen Dienstag. Insgesamt kam der Heppenheimer auf 84 Umläufe, den Bestwert stellte Lewis Hamilton mit 121 Runden auf.

Lewis Hamilton und der Silberpfeil, das lässt sich ganz gut an.
Lewis Hamilton und der Silberpfeil, das lässt sich ganz gut an.(Foto: REUTERS)

Auf den härteren und damit auch langsameren Pneus von Pirelli reihte sich Hamilton im Mercedes zunächst mit einer halben Sekunde Rückstand auf Platz zwei ein. Nach der Pause reichte es zu Position vier. Genau dahinter landete Ferrari-Pilot Fernando Alonso. Der Spanier benötigte für seine schnellste Runde 1:23,247 Minuten.

Richtig Probleme gab es offensichtlich am Lotus von Ex-Champion Kimi Räikkönen. Der Finne drehte vier Installationsrunden. Mehr war am Vormittag nicht drin. Am Nachmittag konnte Räikkönen aber etwas Wiedergutmachung betreiben und wurde Dritter. Nico Hülkenberg aus Emmerich kam auf Position neun. Wie bei manch anderem standen bei ihm erstmal Aerodynamik-Tests an - Zeit sekundär.

Sutil brennt auf sein Comeback

Ein Test ganz anderer Art steht Landsmann Adrian Sutil bevor. An diesem Donnerstag darf der 30 Jahre alte Gräfelfinger ans Steuer des neuen Force India. Sein 90. und bis dato letztes Rennen hat Sutil am 27. November 2011 bestritten.

"Ich freue mich, endlich wieder Formel 1 zu fahren", sagte er in einem Interview der Nachrichtenagentur dpa. Es geht um nicht weniger als den letzten freien Platz für die Saison, die am 17. März in Australien beginnt. "Natürlich würde ich jetzt sehr, sehr gerne zurückkommen. Ich denke, es ist so meine letzte Chance, im Grand-Prix-Sport wirklich noch eine Zukunft zu haben", meinte Sutil.

Quelle: n-tv.de

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