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Für Mercedes holte Alonso in 17 Rennen 4 Siege.
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Formel-1-Team "offen für alles": McLaren wünscht sich Alonso

Nach dem Wechsel von Kimi Räikkönen zu Ferrari ist die Frage: Bleibt der zweimalige Weltmeister Fernando Alonso? Ein neues Team dürfte er auf jeden Fall finden. Sein alter Arbeitgeber McLaren zeigt Interesse - trotz des unschönen Endes der letzten Liason.

In den Fahrermarkt der Formel 1 kommt noch einmal Bewegung. In Singapur deutete McLaren-Teamchef Martin Whitmarsh an, dass er Ferrari-Star Fernando Alonso gerne zu seinem Rennstall zurückholen würde.

"Ja, wenn ich könnte", antwortete Whitmarsh auf eine entsprechende Frage eines Journalisten. "Die meisten Teams in der Boxengasse würden ihn gerne verpflichten, er ist ein sehr talentierter Fahrer." McLaren sei "offen für alles", meinte Whitmarsh. "Fernando hat sein Schicksal in den eigenen Händen, wir werden sehen."

Zwar behauptete Alonso nach der Verpflichtung von Kimi Räikkönen durch Ferrari öffentlich, dass ihm die Entscheidung nichts ausmache. Doch insgeheim soll der Spanier trotz eines noch laufenden Vertrags Wechselabsichten haben. Bei McLaren laufen die Kontrakte von Jenson Button und Sergio Pérez zum Saisonende aus. Zumindest bei Button schein die Vertragsverlängerung nach eigener Auskunft jedoch nur noch Formsache zu sein.

Will sich McLaren das noch einmal antun?

"Realistisch gesehen behalten wir unser Line-up. Aber wir werden sehen, was passiert", meinte Whitmarsh vielsagend. Bislang hatten Experten einen Wechsel von Alonso zum McLaren nicht auf der Rechnung. Denn der zweimalige Weltmeister hatte das Team 2007 trotz eines laufenden Vertrags nach nur einer Saison verlassen - und das nicht gerade in Freundschaft.

Weil er sich von McLaren ungerecht behandelt fühlte, hatte Alonso mit einer gezielten Indiskretion öffentlich gemacht, dass ein ehemaliger Ferrari-Ingenieur geheime Konstruktionspläne der Scuderia mit zum englischen Rennstall gebrachte hatte. Am Ende der größten Spionage-Affäre der Königsklasse wurde McLaren zu einer Rekordstrafe von 100 Millionen Dollar verurteilt. Zwischenzeitlich war sogar die Existenz des Traditionsteams bedroht.

Quelle: n-tv.de

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