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Formel-1-Rennen 2013 findet statt: Nürburgring verkündet Einigung

Das Zittern hat ein Ende: Nach langen Verhandlungen kommen Pächter und Sanierer auf eine Einigung, die dem insolventen Nürburgring auch 2013 das Formel-1-Rennen erhält. Die Zukunft des Deutschland-GP hatte auf der Kippe gestanden.

(Foto: dpa)

Der Formel-1-Lauf auf dem Nürburgring im kommenden Jahr ist nach einem Vergleich zwischen der Betreibergesellschaft Nürburgring Automotive GmbH (NAG) und der insolventen staatlichen Nürburgring GmbH wieder möglich. Das teilten die Sanierer mit. Der Vergleich wurde notariell beurkundet und ist damit wirksam. Zuvor hatte der Gläubigerausschuss der Einigung zugestimmt, mit der die Räumungsklage und die Zahlungsklage wegen ausstehender Pacht gegen die NAG beigelegt wurde.

"Jetzt gilt es, in den Gesprächen der NAG mit Bernie Ecclestone einen Vertragsabschluss zu erzielen", sagte Thomas B. Schmidt, Sanierungsgeschäftsführer der Nürburgring GmbH: "Wenn das der NAG nicht gelingt, werden wir umgehend mit Herrn Ecclestone sprechen." Die Einigung räumt der NAG die Möglichkeit ein, weiter mit Formel-1-Boss Ecclestone über eine Austragung der Königsklasse am Nürburgring in 2013 zu verhandeln. Im Februar hatte das Land Rheinland-Pfalz als 90-prozentiger Teilhaber der Nürburgring GmbH den ursprünglich noch bis 2040 laufenden Pachtvertrag mit der NAG vorzeitig gekündigt.

"Wir haben mit dem Vergleich die Grundlagen für eine rechtssichere und zukunftsorientierte Verwertung des Nürburgrings an einen oder mehrere Investoren geschaffen", sagte Schmidt. Die Sanierer stehen demnach im engen Dialog mit der EU-Kommission, um das voraussichtlich im März 2013 anstehende Bieterverfahren auf den Weg zu bringen.

Noch vor zwei Wochen hatte ein Sprecher der NAG erklärt, es werde auf dem Nürburgring "keine Formel 1 mehr geben". Die Gespräche mit Formel-1-Boss Ecclestone seien abgebrochen worden. Auch alle anderen Veranstaltungen für das Jahr 2013 seien gefährdet. Der Hockenheimring hatte seine grundsätzliche Bereitschaft erklärt, entgegen des jährlichen Wechsel nach dem Rennen 2012 auch für 2013 einzuspringen, drängt aber schon seit längerem auf eine Entscheidung, um die in die konkreten Planungen einsteigen zu können.

Quelle: n-tv.de

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