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Ein Fingerzeig für die Saison? Vettel fährt bei den ersten Tests schneller Hamilton.
Ein Fingerzeig für die Saison? Vettel fährt bei den ersten Tests schneller Hamilton.(Foto: REUTERS)

Mercedes will "Status Quo" halten: Vettel hebt zum ersten Mal den Finger

Sebastian Vettel ist der Schnellste, Lewis Hamilton der Eifrigste. In den ersten Stunden beim Testauftakt der Formel 1 in Barcelona dreht der britische Weltmeister Runde um Runde. Sein neuer Mercedes läuft. Vettel holt dafür in seinem Ferrari die Bestzeit des Tages.

Ferrari-Pilot Sebastian Vettel ist zum Auftakt der Formel-1-Testfahrten in Barcelona die vorläufige Bestzeit gefahren. Der Heppenheimer verwies in der ersten Einheit Weltmeister Lewis Hamilton mit einem Vorsprung von fast einer halben Sekunde auf den zweiten Platz. Der Brite absolvierte dafür mit 66 Runden schon eine Grand-Prix-Distanz auf dem Circuit de Catalunya, Vettel sammelte 36 Umläufe.

Debütant Pascal Wehrlein kam noch nicht richtig in Fahrt. Der Sigmaringer vom britischen Manor-Team drehte acht Runden. Hamiltons Teamkollege Nico Rosberg greift am Dienstag ins Geschehen ein, Force-India-Pilot Nico Hülkenberg erst am Mittwoch. Bis auf eine kurze Unterbrechung verlief die Vormittagseinheit unspektakulär. Rund 40 Minuten vor der Pause verlor Romain Grosjean auf der 4,655 Kilometer langen Strecke an seinem HaasF1 Teile des Frontflügels und musste daraufhin erstmal an die Box.

Aufwärtstrend bei McLaren

Einen echten Schritt nach vorn machte McLaren. Im vergangenen Jahr hatte Fernando Alonso in Jerez zum Ende des ersten Testtages nur sechs Umläufe auf seinem Konto. Diesmal absolvierte sein Teamkollege Jenson Button noch vor der Pause 35 Runden. Vom Branchenführer Mercedes ist McLaren aber noch ganz weit entfernt. Nach zwei dominierenden Jahren wollen die Silberpfeile ihren Status als Nummer eins der Branche verteidigen. "Wir vertrauen unseren Leuten, aber wir haben stets einen 'Das Glas ist halb leer'-Ansatz", erklärte Motorsportchef Toto Wolff. "Wir bleiben bescheiden, mit beiden Füßen auf dem Boden, und geben alles."

Einbremsen will Wolff seine Piloten Hamilton und Nico Rosberg auch künftig nicht. "Das haben wir in den vergangenen beiden Jahren so praktiziert und das werden wir in diesem Jahr so fortsetzen. Beide Fahrer sind Profis", versicherte Wolff. Mit zwei konkurrenzfähigen Fahrern im selben Team werde es aber "niemals einfach". Rosbergs drei Siege zum Saisonende 2015 machen Hamilton nach eigener Aussage "nicht besonders nervös". Es sei eher Motivation. "Es hat dafür gesorgt, dass ich dachte: 'Okay, im nächsten Jahr wird Nico super schnell und super stark sein. Also muss ich sicherstellen, dass ich die Messlatte weiter anhebe.'"

Rosberg will seinen Trend in der am 20. März in Melbourne beginnenden Grand-Prix-Saison fortsetzen. "Ich habe gezeigt, dass ich kämpfen kann, und ich habe gezeigt, dass ich zurückschlagen kann. Ich bin vollkonzentriert und fest entschlossen, dass dies mein Jahr werden kann", erklärte der gebürtige Wiesbadener. Die Rennställe testen in einer ersten Phase insgesamt vier Tage in Katalonien.

Quelle: n-tv.de

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