Sport
Top unterwegs: In Spanien gelingt Pascal Wehrlein das beste Ergebnis seiner Formel-1-Karriere.
Top unterwegs: In Spanien gelingt Pascal Wehrlein das beste Ergebnis seiner Formel-1-Karriere.(Foto: AP)
Montag, 15. Mai 2017

Eine Feier wie bei Ferrari: Wehrleins Perfektion lässt Sauber träumen

Pascal Wehrlein fährt in Spanien das beste Ergebnis seiner Formel-1-Karriere ein. Das Team feiert sich und seinen Youngster. Und träumt von weiteren "Erfolgen". Auf der Fahrerstrecke in Monaco bekommt nun auch der Wagen noch ein gewaltiges Update.

Nach dem überragenden Rennen von Pascal Wehrlein machte es das kleine Sauber-Team einfach mal wie sonst nur Mercedes oder Ferrari. Teamchefin Monisha Kaltenborn ließ die Fotografen ganz ans Ende des Paddocks kommen, auf einer vorbereiteten Boxentafel prangte die Aufschrift "WE P8" - und die versammelte Mannschaft mit dem Mann des Tages im Mittelpunkt schrie im Chor ihre Freude heraus.

Zufrieden: Pascal Wehrlein.
Zufrieden: Pascal Wehrlein.(Foto: imago/Crash Media Group)

War Wehrleins achter Rang beim Großen Preis von Spanien für das Team schon eine Erlösung, so muss für die Gefühlslage des Worndorfers nach dem besten Rennen seiner bisherigen Formel-1-Karriere und seinen ersten vier WM-Punkten des Jahres wohl noch ein Wort gefunden werden. "Das Rennen war fantastisch, damit hätte ich nicht gerechnet", sagte der 22-Jährige, der eine selbst für einen stresserprobten Hochleistungssportler schwere Zeit hinter sich hat.

Die verpasste Beförderung in den Silberpfeil nach dem Rücktritt von Weltmeister Nico Rosberg hatte dem Mercedes-Protegé merklich zugesetzt, noch härter traf ihn aber seine Wirbelverletzung aus dem Juxrennen Race of Champions im Januar. Wehrlein verpasste deswegen die ersten zwei Läufe für sein neues Team, noch heute ist er nicht komplett schmerzfrei. Dazu kam das Wirrwarr über die Schwere seiner Blessur, die wochenlang schlichtweg nicht kommuniziert wurde.

"Jede Runde war wie eine Qualifying-Runde"

Auf dem Circuit de Catalunya ist Wehrlein nun auf die erfolgreiche Seite der Formel 1 gewechselt. Platz 15 im Qualifying war schon eine Überraschung, doch mit Rang acht im Rennen nach einem Blitzstart und einer fehlerlosen Fahrt bewegte sich der 22-Jährige nahe an der Perfektion. "Jede Runde war wie eine Qualifying-Runde. Das Wichtigste war, die Reifen nicht zu ruinieren, dadurch hat unsere Ein-Stopp-Strategie funktioniert", erklärte Wehrlein erleichtert.

Dabei hatte der Deutsche die Ziellinie sogar als Siebter überquert, doch wegen Verpassens einer Markierung bei der Boxeneinfahrt wurden ihm fünf Sekunden Strafe aufgebrummt. Der Ärger über den verlorenen Rang und zwei WM-Punkte weniger hielt jedoch nicht lange an: "Ich habe zu spät gehört, dass das virtuelle Safety Car draußen war. Wäre ich nicht reingekommen, hätte ich mehr Zeit verloren.

Ansonsten hat aber alles funktioniert, ich könnte an diesem Wochenende nicht glücklicher sein." Dabei hatte Sauber im Gegensatz zu den meisten Konkurrenten noch gar nicht alle technischen und aerodynamischen Updates für das Auto mitgebracht. In zwei Wochen auf der "Fahrerstrecke" Monaco soll unter anderem noch ein neuer Unterboden zum Einsatz kommen. Damit könne man, so Wehrlein, hoffentlich noch mehr Punkte holen in dieser Saison. "WE P8" soll noch nicht das Ende der Fahnenstange sein.

Quelle: n-tv.de

Empfehlungen