Farbbeutel für den FC Bayern

1860-Fans gegen Rettung

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Bei 1860 München gehen ohne finanzielle Hilfe die Lichter aus. (Foto: dpa)
27.03.2011 | 21:44 Uhr
Die Fans von 1860 München sträuben sich gegen die vom Lokalrivalen FC Bayern initiierte finanzielle Rettungsaktion. Bislang haben sich 80 Fanclubs dafür ausgesprochen, bei den Amateuren neu anzufangen. Und auf das Servicecenter des FC Bayern fliegt ein Farbbeutel.

Der TSV 1860 München kann bei seinem Existenzkampf nicht auf große Hilfe seiner Fans hoffen. Die am vorigen Freitag veröffentlichte Petition der "Fanszene 1860" haben bis Sonntag rund 80 Fanclubs unterzeichnet und sich gegen eine Rettung des finanziell schwer angeschlagenen Fußball-Zweitligaclubs und für einen Neuanfang im Amateurlager ausgesprochen.

Bei einer Demonstration am Samstagabend in der Münchner Innenstadt hatten gerade einmal 150 "Löwen"-Anhänger zum Erhalt ihres Vereins aufgerufen. Mit der Demonstration sollte Druck auf die Politik und die Stadt ausgeübt werden. Der Traditionsclub muss bis Mitte dieser Woche acht Millionen Euro auftreiben, um die drohende Insolvenz abzuwenden.

Blaue Farbe auf die Roten

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Stolze Löwen: Viele 1860-Fans wollen einen Neuanfang im Amateurbereich. (Foto: dpa)

Vor allem die Beteiligung von Ortsrivale Bayern München stößt bei den Löwen-Fans auf großen Widerstand. Wie Münchner Zeitungen meldeten, wurde in der Nacht auf Samstag ein Beutel mit blauer Farbe auf das Servicecenter des FC Bayern geworfen. Die oder der Täter sind nicht bekannt, die Sechziger gehen aber davon aus, dass er aus ihrem Lager kommt.

"Jeder soll seine Meinung sagen können", meinte Präsident Dieter Schneider am Sonntag auf der Mitgliederversammlung der Fußball-Abteilung, "aber Vandalismus und so ein Schwachsinn, das geht gar nicht. Das ist sehr, sehr dumm." Bei dem Treffen machten einige Mitglieder ihre Anti-Bayern-Haltung deutlich: 1860-Vizepräsident Franz Maget wurde mit rotem Konfetti beworfen.

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Ein Zwölf-Millionen-Rettungspaket mit Beteiligung eines ausländischen Investors, einer deutschen Privatbank, der Landesbank, der Stadtsparkasse sowie des FC Bayern soll den Untergang des TSV 1860 verhindern. Eine Lösung wurde trotz intensiver Verhandlungen noch nicht gefunden.

Verwendete Quellen: dpa