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Fußball

Dienstag, 19. Juli 2011

Arabischer Investor will mehr Einfluss: 1860-Präsident steht vor Rücktritt

Einem Medienbericht zufolge will Dieter Schneider, Präsident des Fußball-Zweitligaklubs 1860 München, zurücktreten. Investor Hasan Ismaik, der den Klub vor der Insolvenz gerettet hatte, will offenbar mehr Einfluss.
Da verstanden sie sich noch: Dieter Schneider, links, Hasan Ismaik.

Da verstanden sie sich noch: Dieter Schneider, links, Hasan Ismaik.
(Foto: picture alliance / dpa)

Fußball-Zweitligist 1860 München droht der nächste Führungswechsel: Nach einem Zerwürfnis mit dem arabischem Investor steht Präsident Dieter Schneider unmittelbar vor einem Rücktritt, berichtet die "SZ". Der 64 Jahre alte Unternehmer hatte den Chefposten bei den Löwen erst im Februar übernommen.

Schneider sehe keine Chance mehr, den Machtkampf mit Investor Hasan Ismaik sowie dessen Münchner Statthalter Hamada Iraki zu beenden, hieß es. Dabei gehe es um die Frage, wie groß der Einfluss des Geldgebers sein darf. Beide Seiten sollen zuletzt kaum miteinander gesprochen haben.

Lebensnotwendige Millionen

Nach Statuten der Deutschen Fußball-Liga darf ein Investor nicht die Entscheidungsgewalt bei einem Profiklub haben oder bei Transfers federführend wirken. Zuletzt war deshalb Hoffenheim-Mäzen Dietmar Hopp im Zusammenhang mit dem Transfer von Luiz Gustavo zum FC Bayern München in Schwierigkeiten geraten.

Anfang Juni hatte Ismaiks Unterschrift unter die für 1860 lebensnotwendige Kooperationsvereinbarung den Münchnern die Lizenz gesichert. Ismaik übernahm für 18 Millionen Euro 49 Prozent der Anteile an der KGaA der Sechziger. "Ganz Fußball-Deutschland schaut darauf, wie diese Partnerschaft funktioniert", sagte Franz Maget, Vizepräsident des TSV 1860 sowie des Bayerischen Landtages.

rpe/sid

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